Wasser das magische Element

Wasser das kostbarste Element
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Teil 1

Leseprobe aus The Journal of Natural Science

 

Dr. med. Faridun Batmanghelidj, Falls Church, Virgina, USA Ich stamme aus einer Familie, in welcher der Glaube an Gott immer sehr stark war. Gott war den ganzen Tag hindurch bei uns. Mit ihm im Geiste gingen wir unseren Tätigkeiten nach und bemühten uns immer, unser Bestes zu geben. Zur Zeit der iranischen Revolution 1979 widmete ich mich dem Bau von Krankenhäusern und medizinischen Zentren, insbesondere solcher für Kinder.

 

Den Revolutionären war es allerdings ein Dorn im Auge, das jemand, der dem früheren Regime angehörte, so sehr in der Öffentlichkeit in Erscheinung trat. Zudem drängten mehr und mehr jungen Leuten darauf, die Werke ihrer Vorgänger zu übernehmen.

 

Mit der Zeit richteten sie ihre Aufmerksamkeit auch auf meine Familie und nahmen uns nach und nach alles was wir besaßen. Schließlich sperrte mich die Revolutionsregierung ins Gefängnis. Ich erhielt Einzelhaft und wurde in einem Raum von der Größe eines Hundezwingers gebracht. Es gab keine Decke und kein Bett, nur Betonfußboden und Betonwände und eine Metalltür mit einem winzigen Loch zum Atmen.

Ich trank nur noch Wasser

In der Gefängniszelle blieb ich sechs Tage lang, und während dieser sechs Tage wurde mir klar, dass ich mich an diesen Lebensraum anpassen musste. Wenn sie mich zur Toilette brachten, ließen sie mir immer ca. 60 Sekunden Zeit. Sie erwarteten tatsächlich, dass man alles Nötige innerhalb von 60 Sekunden erledigte. Ich hörte also auf, Nahrung zu mir zu nehmen und trank nur noch Wasser. Ich trank immer nur Wasser, und ich spürte, wie das Wasser mich allmählich beruhigte und die Angst von mir nahm.

Das Wasser half mir dabei, meine Gedanken treiben zu lassen und zu meditieren und auf diese Weise mit meiner inneren Qual fertig zu werden. Auch das Sodbrennen und der Hungerschmerz wurden vom Wasser besänftigt, bis sie schließlich ganz ausblieben.


Die Wache kam wegen meines vermeintlichen Hungerstreiks zu mir und sprach mich an: Hören Sie, Hungerstreik bringt nichts. Sie müssen zuerst begründen warum sie überhaupt einen Hungerstreik vorhaben, und erst wenn wir auf ihre Forderungen nicht eingehen, können Sie in den Streik treten.Ich entgegnete: Ich bin nicht im Hungerstreik. Ich passe mich nur den Lebensbedingungen in diesem Raum an.


Zwei Tage später kam der Mann wieder und bat mich zu essen, weil er fürchtete, dass ich krank würde. Ich beruhigte ihn und sagte ihm, er solle sich deswegen keine Sorgen machen. Also brachten sie mich nach sechs Tagen in eine andere Zelle, und mein Leben im Gefängnis begann.

Seine Schmerzen ließen nach, als er Wasser trank

Eines Nachts, ich befand mich mittlerweile im Haupttrakt, wo ich mit achtzehn anderen in einem Raum schlief, brachten zwei Gefangene einen Mann herein, der die Hände auf den Bauch gepresst hielt und sich vor Schmerz krümmte. Ich verfügte über keinerlei Medikamente, die ich ihm hätte geben können, und das sagte ich ihm auch.

Er machte ein langes Gesicht und ich sagte: Aber ich weiß, das Wasser dir helfen kann. Ich verabreichte ihm also zwei Gläser Wasser. Innerhalb von drei Minuten begannen seine Schmerzen nachzulassen, nachdem er vorher kaum hatte gehen können und zwei Leute ihn hertragen mussten.

Nach insgesamt acht Minuten waren seine Schmerzen verschwunden.
Er strahlte von einem Ohr zum anderen und wollte wissen, was er tun sollte, falls die Schmerzen wieder kämen. Ich sagte zu ihm: Nun, du hast doch die Wirkung des Wassers erlebt. Trink mehr Wasser. Dann überlegte ich mir noch, dass es vielleicht besser wäre, wenn ich ihm genaue Anweisungen geben würde, und ich verordnete ihm, alle drei Stunden zwei Gläser Wasser zu trinken.

Trink noch mehr Wasser

Vier Tage später, als ich die Sache schon völlig vergessen hatte, kam er im Gefängnishof zu mir und sagte: Seit jener Nacht habe ich keine Schmerzen mehr. Was soll ich weiter tun? Ich antwortete ihm: Trink mehr Wasser. Mach es genau so, wie ich es dir gesagt habe. Zwei Jahre und sieben Monate verbrachte ich im Gefängnis und behandelte in dieser Zeit 3000 ähnliche Fälle.

Dabei hatte ich wie in einem Krankenhaus alle Arten von Stressbedingten Krankheiten zu behandeln. Ich war fasziniert und immer wieder erstaunt, wie einfaches Wasser die Probleme löst. Beispielsweise hatte ich jemanden mit einem Blutdruck von 300 zu 160. Der hohe Blutdruck strapazierte die Blutgefäße, und wenn er angehalten hätte, wären seine Gefäße geplatzt. Dem Mann konnte mit Wasser geholfen werden.

Wasser als Medizin der Zukunft

Auf diese Weise enthüllte mir das Wasser im Gefängnis seine magische Kraft. Als Doktor der Medizin, ausgebildet an den besten medizinischen Fakultäten dieser Welt, hatte ich nicht etwas darüber gelernt, geschweige denn diese Kraft wahrgenommen. Man hatte mir nie etwas darüber beigebracht, und mir wurde klar, dass ich mich im Gefängnis auf einer Mission befand, um das Wasser als Medizin der Zukunft zu entdecken, und zwar für das gesamte Spektrum der Gesundheitsprobleme, die mir dort begegneten.
Als man mich aus der Haft entlassen wollte, bat ich sogar darum, noch bleiben zu dürfen, um meine Forschungen zum Abschluss zu bringen.

Nach meiner Entlassung vier Monate später konnte ich meine Arbeit im Iran nicht fortsetzen.
Eines Nachts flüchtete ich über die Grenze in die Türkei, weil ich bestimmt keine Ausreisegenehmigung erhalten hätte. Mittlerweile war die Publikation, die ich im Gefängnis verfasst hatte, ins Amerikanische übersetzt worden und im Journal of Clinical Gastroenterology erschienen, und die Universität von Pennsylvania hatte mich in die USA eingeladen, um dort meine Forschungsarbeit fortzusetzen. Ich besorgte mir also ein Visum und ging nach Amerika.

Der nachfolgende Bericht umfasst beinahe 20 Jahre Forschung über das Wasser, und ich hoffe, einen flüchtigen Einblick in die Bedeutung vermitteln zu können, die das Wasser für die Gesundheit und das Wohlergehen hat.
Wir Mediziner haben die Anzeichen für die Austrocknung des menschlichen Körpers falsch interpretiert und haben sie als Krankheit missverstanden. Wir haben den Menschen Chemie verabreicht und wussten nicht, dass wir damit mehr Schaden anrichten als Gutes tun.

Albert Einstein sagte: Die großen Probleme dieser Welt können nicht mit derselben Denkweise gelöst werden, mit welcher wir sie verursacht haben.


Ich musste alles vergessen, was ich über Medizin gelernt hatte, denn die Medizin der Zukunft hat nichts mit dem zu tun, was wir Mediziner den Menschen bis jetzt gegeben haben.

Der grundlegende Irrtum der Modernen Medizin

Die Medizin des 20. Jahrhunderts basiert auf vier falschen Annahmen. Ein gesamtes medizinisches Denkgebäude, Hunderte von Forschungsjahren, Billionen von Dollars  und das Ergebnis sind Milliarden von Menschen, die unter den Folgen von vier Fehlannahmen leiden.

Der erste Fehler besteht darin, dass ein trockener Mund als einziges Signal des Körpers für dessen Bedürfnis nach Wasser betrachtet wird. Das trifft jedoch nicht zu, denn wir produzieren immer reichlich Speichel, unabhängig davon, welcher Teil des Körpers auch unter Austrocknung leidet.


Wir gehen noch immer von der irrigen Annahme aus, dass Wasser im Organismus nur als Lösungs- und Transportmittel dient, ohne selbst eine funktionale chemische Wirkung zu haben, und denken, die gelösten Stoffe seien von Bedeutung. Wasser ist jedoch die wichtigste Chemikalie, derer sich das Leben bedient.

Wasser ist die wichtigste Chemikalie im Körper

Wir gehen ferner davon aus, dass wir ein Leben lang unserer Wasseraufnahme problemlos regulieren können. Wasser ist und war bisher ständig für uns verfügbar und im Übermaß vorhanden. Deshalb wurden die Mechanismen der Wasseraufnahme in den Körper nie näher untersucht, und wir haben uns nie bemüht herauszufinden, mit welchen Signalen der Körper auf seine Dehydrierung hinweist.

Eine weitere falsche Annahme ist, dass alle wasserhaltigen Flüssigkeiten dem Wasser gleichzusetzen sind. Das stimmt nicht! Nichts kann pures Wasser ersetzen, egal welche für den Körper nützlichen Stoffe darin sind. Jeder Zusatz zum Wasser verursacht einen anderen Stoffwechsel.

Infolge dieser vier grundlegenden Fehlannahmen haben wir eine Voodoo- Medizin entwickelt, die um nichts besser ist als die Voodoo- Medizin der Vergangenheit mit dem Unterschied, dass die Medikamente weltweit Hunderttausende von Menschen um
bringen, selbst wenn sie genau nach ärztliches Vorschrift eingenommen werden.

Jeder Vierte in Amerika ins Krankenhaus eingelieferter Patient leidet lediglich unter den Folgen seiner medikamentösen Behandlung. Kürzlich erschien ein Artikel über eine Studie, die zu dem Schluss kam, dass gerade die medikamentöse Behandlung Millionen von Menschen nur noch kränker macht.


Da kranke Menschen Geld ausgeben, um ihre Gesundheit wieder zu erlangen, ist das Krankenpflegesystem zu einem Wirtschaftszweig geworden, der es Menschen ermöglicht, aus dem Leiden anderer Profit zu schlagen und niemand will dieses Problem ernsthaft angehen. Auch die Landesregierungen sind nicht daran interessiert und legen nur Lippenbekenntnisse ab.
Das amerikanische Krankenversorgungssystem hat 1999 den Staat 1,3 Billionen Dollar gekostet. Die Regierung zieht von den Trägern der Krankenversorgung Steuern ein, und das waren 1999 beispielsweise über 400 Milliarden Dollar Steuergelder.

Keine Regierung ist bereit, auf eine solche Steuereinnahme zu verzichten. Den Leuten wird etwas vorgemacht, damit sie in dem Glauben bleiben, dass die Regierungen ihnen dienen, aber
genau das tun sie nicht.

Die Gute Nachricht: Sie sind nicht krank, Sie sind durstig und brauchen Wasser

GOTTES Botschaft besagt, dass ständige, unbeabsichtigte Austrocknung die Hauptursache für Schmerzen und Krankheiten ist. Habe ich im Falle der 3000 Personen, die unter Magengeschwüren (Ulcus pepticum) litten und die ich behandelt habe, nun die Krankheit geheilt oder habe ich eine Austrocknung des Körpers behoben, die das Etikett Krankheit trug? Diese Frage war die Herausforderung, der ich mich gegenübersah und das Problem, das ich zu lösen hatte.

Ich verließ das Gefängnis in der Annahme, dass diese Menschen alle durstig gewesen waren und wir unwissentlich die Auswirkungen des Durstes als Krankheit bezeichnet hatten. Die neue medizinische Wahrheit ist, dass sie nicht krank, sondern nur durstig sind. Sie müssen also auf den Wasserbedarf ihres Körpers achten, wenn sie nicht krank werden wollen.


Die ständige unbeabsichtigte Austrocknung produziert genau so viele Symptome, wie wir in der Medizin Krankheitsbilder kennen. Ich verfolge kein geschäftliches Interesse, wenn ich Ihnen das sage. Ein Glas Wasser ist das Medikament Gottes, und es ist kostenlos. Ich kann ihnen kein Geld dafür abnehmen.

Ein gesunder menschlicher Körper besteht zu 75% aus Wasser und das Gehirn zu 85%.

Wir brauchen also Wasser, um das Gehirn funktionsfähig zu halten. Um die Bedürfnisse des Gehirns, das ein Fünfzigstel des Körpergewichts ausmacht, zu erfüllen, beansprucht das Gehirn ca. 20% des Blutkreislaufs. Es hat also den Vorrang und entnimmt dem Blutkreislauf alles, was es braucht. Was übrig bleibt, fließt in den Gemeinschaftspool zurück.

Der Körper hat im Grunde genommen zwei Ozeane in sich. Einer befindet sich in den Zellen und das Wasser, das wir trinken, geht in diesen inneren Ozean. Ferner gibt es einen Ozean aus Wasser im Extrazellulärraum um die Zelle herum. Das Salz, was wir zu uns nehmen, hält das Volumen dieses Äußeren Ozeans aufrecht. Demzufolge sind Wasser und Salz lebensnotwendig, um die Wasseraufnahme des Körpers zu regulieren und die beiden Ozeane im Gleichgewicht zu halten. Man kann nicht den Atlantik auffüllen und gleichzeitig den Pazifik trocken legen. Auch diese beiden Gewässer müssen sich im Gleichgewicht befinden, ebenso wie die Ozeane im menschlichen Körper.


In unserer Gesellschaft ist man auf der Jagd nach Geld. In der Gemeinschaft unserer Körperzellen ist Wasser die Energiequelle und jede Zelle ist völlig von dessen Vorhandensein abhängig. An der Zellmembran erzeugt der osmotische Fluss des Wassers durch die Membran hydroelektrische Energie, die umgewandelt und in den Energiespeichern in Form von Adenosintriphosphat (ATP), einem lebenden Zellbatteriesystem, gespeichert wird. ATP kann nur dann als Hauptenergiespeicher fungieren, wenn es Wasser zugeführt bekommt, denn Wasser hydrolysiert ATP und macht die chemische Reaktion erst möglich. In allen Bereichen des Stoffwechsels, bei denen chemische Reaktionen Wasser benötigen (Hydrolyse), hat das Wasser eine wichtige regulatorische Funktion.

HYDROLYSE der Stoffwechsel des Wassers

Auf einer Tagung an der Universität von Pennsylvania, einer der führenden medizinischen Hochschulen Amerikas, wurde mir einer der teilnehmenden Ärzte, Forscher und Professoren vorgestellt. Er befragte mich über meine Arbeit, und ich sagte: Ich beschäftige mich mit Wasser. Er sagte, er arbeite auch auf diesem Gebiet und wollte genauer wissen, was ich tue. Ich antwortete: ich beschäftige mich mit dem Stoffwechsel des Wassers, und er meinte: Ich dachte, dass Wasser gar keinen Stoffwechsel hat:

Er ist Professor an der Universität von Pennsylvania und unterrichtet zahlreiche Studenten. Selbstverständlich konnte ich ihn nicht wegen seiner Ignoranz vor seinen Kollegen bloßstellen, und so sagte ich nur, dass ich das mit ihm unter vier Augen besprechen müsse. Also ging ich ein andermal zu ihm und sagte, ich sei vorbeigekommen, weil ich bei unserer Begegnung ein Streitgespräch wegen seiner Bemerkung, Wasser habe keinen Stoffwechsel, vermeiden wollte.

 

Er sagte, Natürlich hat Wasser keinen Stoffwechsel. Ich fragte ihn: Was ist denn Hydrolyse? Er sah mich an, sank ein wenig in sich zusammen und sagte: Natürlich ist die Hydrolyse der Stoffwechsel des Wassers. Das ist ja ein ganz einfach. Ganz offensichtlich wusste noch nicht einmal er, der viel Forschungsarbeit auf dem Gebiet des Renin-Angiotensin-Systems, des wohl wichtigsten Regulationsmechanismus für den Wasserhaushalt, geleistet hatte, dass die Hydrolyse der Stoffwechsel des Wassers ist.

 

Er wurde auf einmal sehr ärgerlich und wies mir die Tür. Offenbar wollte er die Diskussion mit mir nicht länger fortsetzen. Schätzungen zufolge gibt es ca. Hundert Billionen Zellen in unserem Körper. Jede Körperzelle ist eine Welt für sich.

 

Die Zellen sind schwimmende Welten, die miteinander kommunizieren, genau wie wir es in unserer Gesellschaft tun. Wie unsere Satellitenschüsseln, Antennen usw. gibt es auch in der Gemeinschaft der Körperzellen Empfänger, deren Vermittler allerdings das Wasser ist. Es handelt sich um chemische Empfänger in der Zellmembran, die als Rezeptoren bezeichnet werden. Mit Hilfe dieser Rezeptoren kommunizieren Zellen und Organe im Körper miteinander und tauschen Informationen aus. Die Zellmembran ist eine Doppelmembran, die das Zytoplasma vom umgebenden Milieu abgrenzt.

 

Die Rezeptoren in ihr befinden sich in einer ständigen Rotationsbewegung. Sie enthalten bestimmte aromatische Aminosäuren, deren Spin von 0,14 Nanosekunden wiederum die Rotation der Rezeptoren beeinflusst. Auf diese Weise suchen die Rezeptoren ihr wasserhaltiges Milieu permanent nach passenden Substanzmolekülen ab, die sich an den Rezeptor binden, sozusagen andocken, und das Zellinnere beeinflussen können. In einer dehydrierten Umgebung wird dieser Vorgang erschwert.

 

WASSER verbindet

In einer voll hydrierten Zelle dient das Wasser dank seiner besonderen Eigenschaften dem Zusammenhalt der verschiedenen Zellbausteine: es erzeugt Hydroniumionen, die als Adhäsionsmittel die Zellelemente miteinander verbinden. Der gesamte Stoffaustausch, jede Informationsübermittlung, jede zelluläre Aktivität geschieht übers das Wasser. Die Zellmembran besteht aus zwei Schichten, in welche jeweils Membranproteine eingelagert sind, die eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen.

 

Zu diesen Elementen der Doppelmembran gehören auch die Rezeptoren und die chemischen Stoffe, die an sie binden können. Im dehydrierten Zustand verlieren diese Proteine ihre Wirkung, und der Canale Grande der Zelle, die Wasserstrasse, wird geschlossen. Der gesamte Zellhaushalt wird von Ionentransportsystemen aufrechterhalten, zu denen wiederum, Membranproteine gehören.

 

Eines der wichtigsten Transportsysteme ist die Natrium-Wasserstoff-Pumpe, die den Säuregehalt innerhalb der Zelle reguliert. Die Kalium-Natrium-Pumpe erzeugt hydroelektrische Energie und funktioniert wie der Dynamo eines Wasserkraftwerkes, wobei im Falle des Zellstoffwechsels die Osmose die Antriebskraft ist. Hindurchfliesendes Wasser lässt diese Pumpen rotieren, und so wird die Energie erzeugt.

 

Dadurch, dass ständig Natriumionen aus der Zelle hinaus- und Kaliumionen in die Zelle hinein gepumpt werden, entsteht ein Konzentrationsgefälle. In den Nervenzellen dient dieser Vorgang der Reizleitung. In den Körperzellen synthetisiert dieses Transportsystem gleichzeitig ATP als Energiespeicher. Wasser ist also die Hauptkraftquelle für die Energieerzeugungsmechanismen des Körpers. 

Lebensbaustein SALZ

Salz ist die wichtigste Substanz im menschlichen Körper. Es unterstützt und reguliert zahlreiche Stoffwechselfunktionen. Wie schon erwähnt, reguliert es die extrazelluläre Flüssigkeit, den Ozean außerhalb der Zellen. Der ph-Wert der Gehirnzellen wird durch die Salzkonzentration reguliert und daher enthält die Gehirn- Rückenmark-Flüssigkeit eine höhere Salzkonzentration als die Zelle selbst.

 

Salzionen dringen in die Zellen ein und Wasserstoffionen verlassen die Zelle. Dies ist der Hauptmechanismus für die Regulierung des ph-Wertes in den Gehirnzellen. Es braucht also ein Gleichgewicht von Wasser und gelöstem Salz, um die Chemie des Gehirns aufrechtzuerhalten. Salz ist lebenswichtig, um die osmotischen Verhältnisse im Blut aufrechtzuerhalten. denn wenn die Salzkonzentration sinkt und Salz im Blut fehlt, steigt der Blutzuckergehalt, um das fehlende Salz zu ersetzen. Demzufolge ist Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, eine Komplikation, die bei Wasser- und Salzmangel im Körperauftritt. Ebenso lebenswichtig ist Salz für die Reizleitung im Nervensystem und die Kommunikation der Nervenzellen untereinander.

 

Auch für die Nahrungsaufnahme ist Salz von größter Wichtigkeit. Die Kalium-Natrium-Pumpe öffnet die Tore und versorgt sie mit Energie, damit wir die Nahrungspartikel aus dem Verdauungstrakt aufnehmen können. Salz wirkt sogar schleimlösend. Schleim besteht aus zu 98% aus Wasser. Das muköse Gerüst reagiert auf die Anlagerung von Natriumionen. Wenn Natrium gebunden wird, bricht das molekulare Gerüst zusammen, und das Wasser wird aus dem Schleim freigesetzt.

 

Salz wirkt daher bei Asthma als natürlicher Schleimlöser und veranlasst das Gehirn dazu, die Bronchiolen zu entspannen. Salz ist ein sehr starkes Antihistaminikum. Das serotonerge System reguliert die Wasseraufnahme des Körpers, das histaminerge System reguliert die Kaliumaufnahme, wobei sich diese Systeme gegenseitig hemmen. Wird also das serotonerge System durch Salzaufnahme stimuliert, so wird das histaminerge unterdrückt. Eine übermäßige Histaminproduktion wird damit verhindert.

 

Salz ist das Beste Schlafmittel, das man sich vorstellen kann. Wenn sie nachts nicht einschlafen können, trinken sie ein Glas Wasser. Legen sie ein paar Salzkörner auf ihre Zunge und lassen sie es sich dort auflösen. Es stimuliert über die Salzsensoren in Ihrer Zunge das serotonerge System in ihrem Gehirn, welches seinerseits das histaminerge System, das sie wach hält, unterdrückt. Histamin hält uns wach, wenn es in hoher Konzentration vorliegt.

 

Meine Forschungsarbeit hat dazu geführt, dass ich anerkannt werde. Bei einem Treffen mit mehreren Professoren an der Universität von Yale, die meinen Artikel im Time Magazine gelesen hatten, wurde ich nach meiner Meinung gefragt, und ich sagte: Ich denke, dass alle diese Leute Durst hatten:

Einer der Professoren, der Dekan der Medizinischen Fakultät von Massachusetts, fragte mich, ob ich das wissenschaftliche beweisen könne. Ich erwiderte. Ja, ich denke schon. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass die pharmazeutische Industrie in der Gastroenterologie Medikamente mit Antihistaminwirkung einsetzt, fragte ich mich, warum Antihistaminika zur Schmerzbehandlung verschrieben werden. Ich fing also an, über Histamin zu forschen und fand heraus, dass Histamin, das im Gehirn als Neurotransmitter wirkt, hauptsächlich für die Regulierung des Wasserhaushaltes zuständig ist.

 

Das Neurotransmittersystem, das durch Histamin gesteuert und betrieben wird, setzt bei Wassermangel untergeordnete Systeme in Aktion, die eine Neuverteilung des im Körper vorhandenen Wassers vornehmen. Bestandteile dieser Systeme sind Vasopressin, das Renin-Angiotensin-System, Prostaglandine und Kinine.

Die Funktion des Histamins im Wasserhaushalt

Im Jahre 1987 war ich Gastreferent auf einer Konferenz zum Thema Krebs in Griechenland und stellte dort meine Forschungsergebnisse vor. Krebsforscher aus verschiedenen Teilen Europas und Amerikas waren versammelt, und ich erklärte ihnen, dass chronische Dehydrierung, bzw. die unbeabsichtigte Austrocknung der Zellen die Hauptursache aller Krankheiten ist, einschließlich Krebs.

 

Mein Vortrag wurde im September 1987 in der Zeitschrift Anti Cancer Research veröffentlicht, und daraufhin lud mich das wissenschaftliche Gremium der Weltkonferenz für entzündliche Erkrankungen ein, meine Forschungsergebnisse 1989 auf ihrer Konferenz vorzustellen. Ein Auszug meiner Präsentation, in der ich erklärte, dass das Neurotransmitter Histamin für die Regulierung des Wasserhaushaltes des Körpers zuständig ist, erschien unter dem Titel Neurotransmitter Histamine: An Alternativ View Point.

 

In der pharmazeutischen Industrie war bekannt, dass Histamin der Hauptregulator für den Wasserhaushalt des Körpers ist. Auf einer Konferenz der Pharmaindustrie in Riad in Saudi- Arabien referierte ich über meine Arbeit. Obwohl Saudi- Arabien ein reiches Land ist und es sich um ihr Militärkrankenhaus handelte, war der Hersteller von Tagamet der Veranstalter.

 

Sie versuchten die Ärzte im Umkreis zu beeinflussen, denn in Saudi- Arabien herrscht ein heißes Klima und viele leiden unter Wassermangel. Es gab dort also einen großen Markt für ihre chemischen Erzeugnisse. Sie fragten mich, ob ich ihre Medikamente verschrieb, ich verneinte. Sie wollten daraufhin wissen, ob ich die Präparate der Konkurrenz verschrieb, und ich sagte wieder nein. Schließlich fragten sie mich, was um Himmels Willen ich denn verwende, und ich sagte. Wasser.

 

Und dann sagte ich: Ich habe eine Frage an Sie. Als Erforscher der Histaminwirkung und Hersteller von Antihistaminika müssten sie doch wissen, dass hautsächlich Histamin den Wasserhaushalt im Körper regelt. Warum bleiben Sie dabei, genau diesen Prozess im Körper zu blockieren, und warum animieren Sie die Ärzte ebenfalls dazu, anstatt ihnen zu erklären, welche Funktion Histamin hat und wie der Wirkungsmechanismus im Körper aussieht?

 

Den Industrievertreter packte die Wut, und er explodierte: Wir sind nicht dazu da, den Ärzten Medizin beizubringen. Um ihre Weiterbildung müssen sie sich selbst kümmern. Wir sind Hersteller und nur am Verkauf unserer Produkte interessiert. Damit endete unserer Unterhaltung.

 

Genau darin besteht das Problem. Die pharmazeutische Industrie ist nicht daran interessiert Ärzte weiterzubilden, sondern leider nur daran, einseitige Forschungen zu finanzieren und beschönigte Ergebnisse auf den Markt zu bringen, womit sie die gesamte Struktur der Gesundheitsversorgung der modernen Gesellschaft in die Irre geleitet hat. 

HISTAMIN der ständige Begleiter

Am Anfang des Lebens steht eine befruchtete Eizelle, und bereits bevor sie sich teilt, um zwei Tochterzellen zu bilden, setzt sie Histamin frei. Histamin begleitet uns also von der ersten Minute des Lebens an. Es ist der Hauptregulator für den Wasserhaushalt des Körpers, denn ohne Wasserzufuhr kann die Zelle nicht reifen und ist unfähig, sich zu teilen.

 

Histamin ist ein Neurotransmitter und lokaler Signalstoff, der von basophilen Garnulozyten und von Mastzellen produziert wird. Da Histamin ein Neurotransmitter ist, müssen wir annehmen, dass Basophile und Mastzellen quasi einzelne Zellneuronen sind. Sie müssen nicht Bestandteile des Gehirns sein, denn wo immer sie ihre Wirkstoffe freigeben, verhalten sie sich als Neuronen, als Regulationssystem.

 

Wasser und Salz sind die besten Antihistaminika. Wenn bei einer Austrocknung des Körpers die Mastzellen ihr gespeichertes Histamin freisetzen, verdoppeln sie sich sofort und produzieren erneut Histamin, um die Zellreserven an Histamin zu erhalten. Wenn diese Tochterzellen dann das Histamin abgeben, werden aus den zwei Zellen vier und aus diesen vier acht, und sie vermehren sich exponentiell. Wenn aber diese Zellen ausreichend hydriert sind, so hören sie für mindestens vier Wochen auf, Histamin zu produzieren.

 

Es ist also ganz einfach: Sie müssen ungefähr 0,031 Liter Wasser pro Kilogramm Körpergewicht trinken, d.h. bei einem Gewicht von 75 kg entspricht dies ca. 2,3 Liter Wasser, und zwar auf den Tag verteilt, denn der Körper kann keine Wasservorräte anlegen. Und ganz besonders wichtig ist; der Körper braucht auch Salz. Salz ist lebensnotwendig für die Gesundheit: Auf zehn Gläser Wasser, was ca. 2,5 L Wasser entspricht, braucht der Körper 3 g Salz, um Salzmangel zu vermeiden. Ein halber Teelöffel Salz entspricht ungefähr 3 g.

Andere Getränke können Wasser nicht ersetzen.

Koffein hat sogar eine harntreibende Wirkung. Es führt zur Ausscheidung von mehr Wasser als in einer Tasse Kaffee ist, die man zu sich genommen hat, oder in einem Glas Limonade enthalten ist. Koffein ist eine giftige Chemikalie, die von der Koffeinproduzierenden Pflanze benutzt wird, um ihre Art zu verteidigen. Es hemmt die Aktivität des Enzyms Phosphodiesterase, welches zum Erinnerungsvermögen beiträgt.

 

Wenn nun Räuber die koffeinhaltigen Teeblätter oder Kaffeebohnen fressen, verlieren sie ihre Merkfähigkeit und damit die Wachsamkeit, sich bei Gefahr zu tarnen und rasch zu reagieren, wodurch sie für ihre eigenen Fressfeinde zur leichten Beute werden. Und wir nehmen Kaffeebohnen, kochen sie, konzentrieren den Wirkstoff und trinken ihn wegen des Aromas und der Bitterstoffe und weil er uns sofort eine Art Auftrieb gibt. Wir trinken Kaffee und Tee statt Wasser und erschaffen uns durch diese Lebensgewohnheit selbst das Problem.

ASPARTAM die süsse Falle

Menschen, die nicht genug Wasser trinken, nehmen zu. Fatal ist, sie glauben, künstliche Süßstoffe zu sich zu nehmen würde ihnen helfen, weil diese keine Kalorien enthalten. Und genau das ist falsch. Auch diese falsche Süße gibt dem Gehirn das Signal, dass eine große Menge Zucker in den Körper gelangt ist. Zucker bedeutet Energie, und das Gehirn registriert die Menge. Die Leber wird angewiesen, keinen weiteren Zucker freizusetzen und den vorhandenen einzulagern. Wenn aber dann die von der Süße versprochene Energie nirgendwo gefunden werden kann, geraten Gehirn und Leber in Panik und zwingen ihren Menschen, innerhalb der nächsten 90 Minuten Nahrung aufzunehmen. Also geht der Mensch los und isst, und zwar mehr als normal, auch wenn er erst vor wenigen Stunden oder gar erst eine halbe Stunde zuvor gegessen hat. Aspartam ist also eine Ursache für übermäßiges Essen, und es verwundert nicht, dass man viele dicke Menschen mit Diät- Limonade in der Hand antrifft. Schuld am Gewichtsproblem ist also die Diät-Limonade und nicht die Nahrung, die Übergewichtige zu sich nehmen. Diät- Limonaden oder Aspartam sind nicht nur giftig, sondern sie verursachen noch andere Probleme.

 

Sie können zu Krämpfen führen, sind an der Entstehung von Hirntumoren beteiligt, können den Sehnerv schädigen und den Riechnerv dermaßen irritieren, dass der Geruchssinn übermäßig stimuliert wird. Man kam jüngst zu der Erkenntnis, dass das so genannte Golfsyndrom durch Limonadendosen verursacht wurde, die in der Sonne gelagert worden waren, bevor sie in die Kühlschränke kamen, denn bei Hitze zerfällt Aspartam und bildet Fomaldehyd und Methylalkohol, und diese sind giftig. Wer also den Inhalt mehrere solcher Getränkedosen konsumierte, nahm sehr viel Fomaldehyd zu sich, und auf diese Weise, so wo wird vermutet, wurden viele Probleme im Golfkrieg verursacht.

Die REGULATION des WASSERHAUSHALTS

Die Umstellung des mütterlichen Organismus auf die Bedürfnisse des sich während derneunmonatigen Schwangerschaft entwickelnden Kindes wird von diesem mit beeinflusst. Indem es Histamin produziert und damit das System der Mutter anregt, bringt es die Mutter dazu, mehr Wasser zu trinken und das Kind mit dem zu versorgen, was es braucht.

 

Bis zum Alter von 18 Jahren sorgen die Histaminaktivität und die Wachstumshormone für die Regulation des Wasserhaushalts. Deren Konzentration nimmt bis zum 25. Lebensjahr langsam ab und vermindert sich dann alle sieben Jahre um jeweils 40%. Das heißt der Hormonspiegel sinkt drastisch ab, und das Histamin wird vom 25. Lebensjahr an zu dem Neurotransmitter, der in der Hauptsache die Wasseraufnahme des Körpers reguliert.

 

Wenn wir denn statt Wasser Tee, Kaffee, Limonade und alkoholische Getränke zu uns nehmen, trocknen wir den Körper sehr schnell aus, und mit der Austrocknung beginnt das Problem mit den Krankheiten. Würden wir stattdessen Wasser trinken, so hätten wir ohne weiteres eine Lebenserwartung von 120 Jahren.

 

Es ist also möglich, durch die Änderung unserer Trinkgewohnheiten unsere Lebenserwartung um 40 Jahre über das heute durchschnittliche Höchstalter von 80 Jahren hinaus zu verlängern. In einem 20jährigen Organismus beträgt die Wassermenge außerhalb der Zellen im Vergleich zu der innerhalb der Zellen 1:1,1. Innerhalb der Zellen befindet sich also ein wenig mehr Wasser als im Extrazellulärraum.

 

Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Relation und liegt bei nur noch 1:0,8. Außerhalb der Zellen ist dann mehr Wasser vorhanden als innerhalb der Zellen. Einige dieser Zellen verlieren ihre Integrität wie ein Pflaume, die zu einer Dörrpflaume wird, und in diesem Zustand sind die Zellfunktionen nicht mehr in Ordnung. Darin besteht wahrscheinlich überhaupt das grundlegende Problem. Wir bekommen nicht mehr Wasser in die Zellen hinein, weil wir nicht genug davon trinken. Wie bereits erwähnt, strömt das Wasser, das wir trinken, in die Zellen ein, während das aufgenommene Salz außerhalb der Zelle bleibt. Wenn wir also nicht genug Wasser trinken, hält der Körper Salz zurück und vergrößert die Wassermenge außerhalb der Zellen, weil er dieses Wasser filtern und in die für das Überleben wichtigsten Zellen einschleusen muss.

 

 

01.02.2009 -  - diesen Artikel habe ich auf das-gibts-doch-nicht.de/frame1.php gefunden, mit dem eindeutigen Hinweis, dass die Verbreitung erwünscht sei.

 

 

 

Kommentar zum Wasser

Kommentar von Reinhart Theuer |

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