Chaos, Unordnung und Störfelder

das Chaos in uns

Krankheiten und Probleme die nicht verschwinden

Oft höre ich, dass das und das nichts helfe, sie oder er habe nach wie vor Schmerzen - dabei habe sie/er das Mittel ja ständig eingenommen.

 

Dazu muss ich aus eigener Erfahrung einige Dinge klarstellen - eine Änderung kann nur passieren, wenn man etwas verändert. Im Laufe eines Lebens kommen so viele negativen Eindrücke, Störfelder und Chaos in der Umgebung auf uns zu, dass wir dann spätestens mit Fünfzig auch unsere Wehwechjen, mehr oder weniger, bekommen. Dann hör ich immer, das hatte ich früher nicht und es kam so plötzlich von heute auf morgen.

 

Dann kommen die unzähligen Arztbesuche mit den üblichen chemischen Keulen in unser Leben. Im ersten Moment geht es uns vielleicht besser, dann kommen aber die unerwarteten Nebenwirkungen.
Und, wir hören: "wer weiß wie es ihnen geht, wenn sie das alles nicht nehmen würden".

 

Da gäbe es noch die wunderbaren Heilkräfte aus der Natur, die leider auch nicht sofort wirken. Nach ein paar Tagen sind wir enttäuscht, dass auch diese Mittel nichts bringen.

Heilkräuter brauchen manchmal etwas Geduld, und da darf man nicht gleich aufgeben.

 

Bei all diesen Mitteln und den sogenannten "Gesundmachern" vergessen wir das wichtigste -

Ordnung und Aufräumen

Früher gab es einmal einen Spruch: "Ordnung ist das halbe Leben"
- Ordnung ist nicht das halbe Leben, sondern "Ordnung ist das ganze Leben!" -

 

Ordnung in unserer Umgebung, Ordnung in uns -

Jeder kennt diese Probleme, gewisse Dinge immer zu verschieben - morgen ist auch noch ein Tag. Dann werden aus diesem Morgen Tage, Wochen, und immer mit dem unguten Gedanken - das habe ich noch immer nicht erledigt.

 

Zwei Beispiele aus der Zeit wo ich als Rutengeher Wohnungen auf Störfelder untersucht habe

Eine Familie die ständig krank war:

Als ich in das Haus kam, schlug mir schon ein unguter Geruch entgegen - in der Wohnung war das reinste Chaos. In Kartons war altes Zeug das niemand mehr brauchen konnte - die Leute konnten einfach nichts wegschmeißen.

Das war einer meiner kürzesten Besuche - ich sagte ihnen, ich komme wieder, wenn sie alles aufgeräumt hätten.

Bei einem anderen Fall - Krebs - Chemo

Im Schlafzimmer ein riesiger Schrank mit Spiegeltüren, Blumentöpfe aus dem Garten zum überwintern - es war kein Schlafzimmer, sondern ein Lagerraum.

Nachdem er alles bereinigt hatte, war auch der Erfolg bald da. Als ich zwei Jahre später wieder vorbei kam, sah ich ihn schon von weitem, mit einem kahlen Schädel von der Chemo. Ich ging sofort in sein Schlafzimmer - alles war wieder beim alten - Spiegeltüren waren wieder am Schrank montiert und auch sonst schaute es wieder wie in einem Lagerhaus aus.

Warum hast Du das gemacht, fragte ich ihn - seine Antwort, dass der Möbelverkäufer ihm sagte, dass die Spiegeltüren nichts ausmachen und nicht gefährlich sind.

Meine Antwort viel sehr, sehr grob aus - auch sein Sohn sagte mir, der Vater der glaubt ja so wie so an nichts (aber dem Möbelverkäufer hat er dann geglaubt).

 

Ja und dann kommt ein ebenso wichtiges Chaos dazu - das Chaos in den Gedanken

Die meisten Menschen glauben, dass alles so wichtig sei, sie wollen nichts versäumen und hetzen von einer Situation zur anderen. Nicht einmal der Urlaub wird zur Erholung, sondern er wird zum puren Stress.

 

Spätestens dann, wenn man einmal eine schwere Krankheit bekommen hat, so wie ich mit dem Schlaganfall, beginnt man zu überlegen - was soll das alles, brauch ich das alles, bin ich deswegen glücklicher, oder gesünder. So habe ich begonnen, auch hier Ordnung zu schaffen, Dinge, Situationen, die ich nicht mehr brauche, beschäftigen mich nicht mehr. Ich helfe gerne, wo es angenommen wird - wo nicht, da lasse ich es bleiben. Wenn ich beim anderen sehe, dass sie/er nichts verändern will, dann lieber Hände weg und nicht belasten damit.

 

So wurde im Laufe der letzten Monate die Ordnung, eines der wichtigsten Themen überhaupt

weg vom Chaos zu einem gesunden Leben

Denken Sie bitte auch an die Kinder, was wir ihnen heute alles zumuten - sie müssen alles haben und machen und werden doch nicht glücklich dabei. Das Chaos beginnt in der Kindheit - statt dem Kind Ruhe und Freude zu geben, höre ich immer wieder wie gut und gescheit es ist. Er/sie kann das und das, lernt super und macht alles mit der Bestnote.

Albert Einstein war in der Schule, gerade in Physik nicht der beste Schüler - erst das Leben machte ihn später zu dem Genie seiner Zeit.

 

Kommentar, zur Ordnung ist das ganze Leben

Kommentar von Ariane |

Guten Abend Herr Utz,
Sie haben ja so recht. Auch ich mußte das lernen durch tragische Umstände.
Liebe Grüsse
Ariane

Kommentar von Stephan Wildisen |

Das mit der Ordnung ist gerade auch für Kinder wichtig. Wir entfernen regelmässig Spielsachen welche die Kinder nicht mehr benutzen, sodass sie jeweils nur wenige Spielsachen zur Verfügung haben. So wird auch ihre Fantasie angeregt und sie machen je nachdem aus dem was vorhanden ist etwas anderes zum Spielen.
Auch reparieren wir zusammen mit den Kindern was kaputt gegangen ist, was für die Kinder auch ein spannender Vorgang ist. Somit ist meist alles ordentlich, obwohl die Kinder noch zu klein sind um selber systematisch aufräumen zu können. Aber zusammen aufräumen ist auch bereits eine Aktivität bei welchen die Kinder gerne mitmachen.

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