Radieschen, Bierrettich und schwarzer Rettich für unsere Gesundheit

Rettich
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der Rettich - ein Salat mit Heilwirkung

Von den vielen Vorzügen des Rettichs ist der starke Vitamin C Gehalt und die positive Auswirkung auf die Galle hervorzuheben - so sagt man ihm auch nach, dass sich die Gallensteine auflösen. Auf alle Fälle verdünnt er den Gallensaft und ist daher auch für unsere Verdauung gesund. Vor allem der Schwarze Rettich, der im Herbst geerntet wird, soll die meisten Inhaltsstoffe enthalten und der gesündeste sein.


Schon bei den Ägyptern war der Rettich bekannt. Bei uns geriet er in Vergessenheit und wird in den letzten zehn Jahren wieder als Rarität in der Küche eingesetzt. 

 

Zu medizinischen Zwecken wird der Rübe mit Zucker der Saft entzogen. Dieser Sirup hat deutlich antioxidative Wirkung. Der Rettichsaft der schwarzen Sorten ist der am besten wirksame

Der Stoffwechsel wird angeregt, die Verdauung kommt in Gang und ausserdem wird der Körper mit Vitamin C versorgt.  Bei Husten wirkt der Rettich schleim- und krampflösend.

 

Für die Küche wird der schwarze Rettich meist geschält.

Den scharfen Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist, kann man durch Einlegen in Wasser und Essig reduzieren.  Verwendet wird Rettich als Salat und zum Kochen, zum Beispiel in einer Kartoffelsuppe.

 

Einige Rezepte für den Rettich finden Sie auf folgender Seite:

http://www.chefkoch.de/forum/2,1,8182/Rettichgerichte.html

 

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Rettich - (Raphantus sativus und Sortennamen)

Volksname - Bierrettich, Bierwurz, Furzwurzel, Radi, Retwurzel

Rettich - Botanik 

Der Rettich dürfte aus dem Hederich (lästiges Ackerunkraut) hervorgegangen sein. Der Rettich unterscheidet sich vom Hederich durch seine fleischige Wurzel, die je nach Züchtung sehr formenreich sein kann. Der aufrechte hohe Stengel trägt je nach Sorte verschieden geformte Blätter. Die weißen oder lilla Blüten haben violette Adern.

Der Rettich ist eine alte Kulturpflanze - seine Abbildungen findet man an den Wänden der Tempel und Grabstätten des alten Ägyptens.
Rettich, Knoblauch und Zwiebel gehörten zu den Gesundheitsfördernden Speisen, welche die Arbeiter beim Bau der Pyramiden erhielten.

Standort

Der Rettich stammt vermutlich aus Asien und kommt heute nirgends mehr in der Natur vor. Er wird in verschiedenen Sorten in Gärten und Großkulturen gezogen.

Blütezeit - von Juni bis August

Heilkräftige Pflanzenteile des Rettichs

sind die Pflanzenwurzeln (Radix Raphani recens), die ab Juni bis Spätherbst geerntet werden können. Man erntet aber auch jene Rettiche, die keinen Blütenstengel, sondern nur Blätter hervorbringen.

Beginnen Blütenstengel hervorzukommen, so müssen sie möglichst frühzeitig geerntet werden.

Heilwirkung

Obwohl der Rettich im allgemeinen nur als Gemüse bewertet wird und ihm das Prädikat "Heilpflanze" noch vorenthalten wird musste ihm die wissenschaftliche Medizin bereits eine Reihe von volksmedizinischen Heilanzeigen zuerkennen.

So wird die Anwendbarkeit des Rettichs bei Erkrankungen der Gallenwege, Bei Bildung von Gallengrieß und Gallensteinen medizinisch-wissenschaftlich bestätigt.
Besonders der Frischsaft des Rettichs wirkt sehr gallentreibend und bringt die Entzündung der Gallenblase zum Abklingen.

Anwendung in der Volksheilkunde - der Rettichssaft

- wird gewonnen, indem man die Wurzel fein zerreibt und die geriebene Masse fest auspresst.

 

Eine Saftkur beginnt man mit 100g täglich, nüchtern und roh getrunken, und steigert die Tagesmange allmählich auf 400g. Je nach Grad des Leidens lässt man die Kur nach 1 bis 3 Wochen mengenmässig wieder auf 100g Tagesverbrauch zurückgehen.

 

Eine der beliebtesten Anwendungen ist die Verwendung des Rettichsaftes, mit Zucker oder Honig zubereitet, zur Behandlung von Bronchialktatarrh und Keuchhusten.
Zu diesem Zweck hölt man einige Rettiche aus und macht am unteren Ende eine kleine Öffnung. Dann füllt man die Rettiche mit Rohzucker, Kandiszucker oder Honig und stellt sie in eine Schüssel. Der ausfließende Saft gilt als schleim- und hustenkrampflösend, sowie als auswurffördernd.

 

In der Volksheilkunde wird auch das Kochwasser von zerschnittenen Rettichen trinkwarm mit Honig, Kandiszucker oder Rohzucker vermengt und schluckweise getrunken.

Homöophatische Anwendung - Raphantus sativus

Aus schwarzem Rettich (Radix Raphanti) wird eine Essenz bereitet, die gegen Abmagerung bei Erwachsenen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Lebererkrankungen und bestimmten Hauterkrankungen anzuwenden ist.

Rettich-Anwendung in der Tierheilkunde


Anmerkung
Zwei Regeln, die man unbedingt beachten sollte:


1. Man soll Rettich auch als Gesunder nicht mit Salz einnehmen (schon Kneipp warnte den Rettich zu salzen) gesalzener Rettich und dazu Bier getrunken ist eines der ungesündesten Genussmittel!
2. Bei entzündlichen Zuständen des Magens und des Darmes soll man Rettich oder dessen Saft wegen des Gehaltes an Senföl und wegen der Schwefelverbindungen nicht verwenden!!


Interessant ist auch, dass im süddeutschem Raum, wo mehr Rettich gegessen wird, die Gallenerkrankungen seltener sind, wie im Norden.

 

Quelle - Gesundheit durch Heilkräuter - Richard Willfort
Rudolf Trauner Verlag

 

Gebräuchliche (hausmedizinische) Füllmengen:

1 Messerspitze voll = 2 - 3g Pulver
1 Kaffeelöffel voll = ca. 15g Pulver
1 Prise (3 Finger) = 3 - 4g Pulver
¼ Kaffeelöffel voll
1 Teelöffel voll = ca. 1,5 g Teedroge
1 Eßlöffel voll = 25 - 39g Pulver
1 Obertasse voll = 200 - 250g Pulver
1 Handvoll = 50 - 80g Pulver
1 Metzen (unterschiedliches Hohlmaß) = in Bayern 1/6 Scheffel (37,6l)
= in Österreich 1/30 Muth (61,5


Bezugsquellen:
Heilkräuter....................http://www.kraeuterhaus.net
Helkräutersamen...........http://shop.blumenschule.de

Kommentar zum Rettich

Kommentar von Klaus |

Bei fast allen Pflanzen die essbar in der Erde wurzeln,  ist das überirdische Kraut gehaltvoller als die eigentliche Frucht - Beispiel: Möhrenkraut, Kohlrabiblätter, Rote Beete Blätter, Fenchelkraut, usw. - und wir Menschen schmeißen das Beste einfach weg. Fragen Sie einfach mal Ziegen und Hasen. die wissen genau Bescheid

Kommentar von Albert Johann Thiess |

Radieschen und Eiszapfenrettich sind immer eine Gaumenfreude und eine gesunde
Dekoration in dem Salat. Weniger bekannt ist dass das frische Laub , nach gründlichem
waschen ebenfalls essbar ist, sowohl roh im Salat wie auch gedünstet im Spinat-Mix.

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