wer kennt sie noch - die Mispel?

Artaperma

Es gibt wieder vermehrt Hexen und Hexer in diesem unserem Lande!

habe am Waldrand, die jetzt vom Frost reif und weich gewordenen Mispeln
(germanica) geerntet! Schmecken ähnlich wie die schwäbischen Teigbirnen,
sind mineralisch und voller Energie!

Die Mispel (Mespilus germanica) oder Echte Mispel ist eine Pflanzenart der Kernobstgewächse in der Familie der Rosengewächse
Es handelt sich um einen sommergrünen Baum mit krummem Stamm und breiter Krone, der essbare Früchte trägt.

Verwendung der Mispel


Die Früchte der Mispel sind nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung essbar und haben einen typischen säuerlich-aromatischen Geschmack. Sie können dann auch zu Marmelade oder Gelee verarbeitet werden, die Art war daher früher als Obstbaum weit verbreitet. Durch das Lagern werden Tannine und Fruchtsäuren abgebaut, der Zuckergehalt steigt und die Früchte werden mürbe, sonst sind sie hart und adstringierend. Heute ist die Mispel nur mehr selten in Kultur.

Aufgrund ihrer harntreibenden und adstringierenden Wirkung wurden die Früchte der Mispel früher volksmedizinisch eingesetzt.

Unreife Früchte haben einen Tannin-Gehalt von etwa 2,6 % und wurden mit Blättern und Borke zum Gerben genutzt. Auch können sie zum Verringern der Trübung von Wein, Apfel- und Birnenmost verwendet werden, da das Tannin das Ausflocken von Proteinen bewirkt.

Das Mispelholz eignet sich für die Kunsttischlerei, zum Drechseln und für Intarsien. Es wird als Feuerholz und zur files/Teamworker/Kraeuter/Mispel2.jpgHerstellung von Holzkohle genutzt.
Vor allem die panaschierten Formen haben eine gärtnerische Bedeutung als Ziergehölz.

Die Mispel im Mittelalter


Im Mittelalter war die Echte Mispel eine weit verbreitete Obstart in Europa. In der Landgüterordnung Capitulare de villis vel curtis imperii Karls des Großen ist im Kapitel 70 die Echte Mispel als eines der 16 Obstgehölze als mespilarios aufgezählt.

Fotos Artaperma
Textauszug: www.wikipedia.de

Zurück