der Löwenzahn - (Taraxacum officinale agg.)

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Volksname:

Augenwurz, Butterblume, Feldblume, Märzenblume, Mönchskopf, Kettenblume, Krötenblume, Kuhbuschen,  Pusteblume, Ringelstock, Saublume, Scheerkraut, Gelbe Wegwarte, Bärenzahnkraut, Bayrischer Enzian, Bettpisser, Butterblume, Franzosensalat, Hundeblume, Kettepösch, Kuhblume, Kuhlattich, Märzblume, Milchdistel,  Pfaffenkopf, Pusteblum,Teufelsblume, wilde Zichorie............. 

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der Löwenzahn - eine Pflanze, die jeder kennt - für die einen Unkraut, für die anderen eines der wertvollsten Kräuter in der Natur.

 

Kaum eine Pflanze hat so viele wertvolle Eigenschaften wie der Löwenzahn und trotzdem wird der Löwenzahn von den meisten Gartenbesitzern und Landwirten nicht geliebt. Dabei ist die heilende Wirkung bei vielen Beschwerden, nicht nur für den Menschen, sondern auch für Tiere, schon längst bewiesen.

In der chinesischen Heilkunde ist Taraxacum bei vielen Kräutermischungen nicht wegzudenken.

vom März bis Oktober

Denken Sie bitte an die guten, wichtigen Eigenschaften und die reinigende Wirkung. Löwenzahn ist nicht nur für den Mensch heilsam, sondern auch für die Tiere und die Wiesen und Weiden.

 

Die Blüten werden April und Mai verwendet - das Kraut, März und April und die Blätter von Mai bis September

Durch seine enthaltenen Bitterstoffe wird der Löwenzahn für Herz- Kreislaufprobleme hergenommen. Weiters bei Krampfadern (Absud) und Wassereinlagerungen. Er findet auch Verwendung bei chronischen Entzündungen der Atemwege, bei Magengeschwüren, Durchfall, Rheuma, bei Gallenbeschwerden und vor allem in der chinesischen Medizin für die Leber, Nieren und bei Verdauungsbeschwerden. Mit seiner hervorragenden, blutreinigenden Wirkung ist der Löwenzahn aus keiner Apotheke wegzudenken

 

Die vielseitige Wirkung auf die Gesundheit macht ihn zu einem der wertvollsten Heilpflanzen. Zusätzlich sind die Löwenzahnblätter eine gesunde Abwechslung bei den Salaten, zu den Suppen und zu dem Gemüse.

 

Aus den Wurzeln, die man im Herbst ausgräbt, kann man einen Schnaps ansetzen, oder sie für den Löwenzahnkaffee rösten

Die Wurzel des Löwenzahns sammelt man im März, September und Oktober
Aus der geschnittenen und frisch im Ofen gerösteten Wurzel erhält man einen wunderbaren, gesunder Kaffee.

 

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Die Wurzeln mit einem Nageleisen ausstechen

Wurzeln waschen, klein zusammen schneiden, bis zur Hälfte in eine weithalsige Flasche geben und komplett mit einem Schnaps auffüllen - sechs Wochen auf einen sonnigen und warmen Platz stellen und öfters schütteln -  gut für die Leber und die Galle!

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Vorsicht

Die Milch in den Blumenstengeln ist giftig - Kinder dürfen auf keinen Fall die Röhrchen essen

 

 

Wenn auch der Löwenzahn bei vielen nicht beliebt ist, so ist er im Grünland die "natürliche" Medizin für unsere Weidetiere. Dort wo Tiere noch die Möglichkeit haben viele Heilkräuter mit ihrem Futter aufzunehmen, werden sie wenige Krankheiten bekommen und keine Medikamente brauchen.

 

Leider wird in der Landwirtschaft viel zu früh gemäht - die Kräuter haben keine Möglichkeit mehr zu blühen und auszusamen.

Durch das frühe Mähen bleibt zwar der Eiweißgehalt erhalten - die wichtigen Heilstoffe der gesunden Kräuter fehlen aber. Es sind jedoch gerade diese Kräuter, die für die Verdauung der Wiederkäuer ganz wichtig sind.

Wie sonst ließe es sich erklären, dass die Almkühe und Kälber gesünder sind und mit weniger Futter gute Leistungen bringen.

 

Denken Sie bitte daran - Löwenzahn ist kein "Unkraut" sondern ein Geschenk der Schöpfung!

Für die meisten sind Brennessel, Löwenzahn und andere Heilkräuter im Garten lästig. Viele wollen ihren "schönen" Garten, wollen aber in der Natur leben und ein wenig Grün um sich haben. Es stellt sich dann nur die Frage, ob dann ein Englischer Rasen über den ganzen Garten und pingelig geschnittene Sträucher und Bäume, oder "Unkrautvernichtung", eine Natur ist, zu der sich die Menschen sehnen.

 

Lassen Sie zumindest einige Lebensinseln in ihrem Garten - in einer Ecke Brennessel und im Rasen einige runde Flächen, die Sie wild wuchern lassen. Die Natur wird DANKE sagen - mit Schmetterlingen und Tieren die sonst keine Rückzugsgebiete mehr haben.

 

 

aegeus 2.Mai 2011 geändert 15.Sept. 2011

 

Kommentare zum Löwenzahn

Kommentar von silvia happe |

Hallo,
jetzt geht es langsam los mit den Wildkräutern auf der Wiese. Ich freue mich schon darauf. Ich mache auch viele Heilschnäpse selber, z.B. Gänseblümchen, Löwenzahn. Aber zum Löwenzahn habe ich eine Frage - was ist das Kraut? bei mir gibt es nur Blüten und Blätter???
danke für Eure Antwort - Silvia

Kommentar von Albert Johann Thiess |

Der Löwenzahn passt perfekt zu jedem Fleischsalat, fein gehackt, mit Zitrone, Öl und Eiwürfel, fast das ganze Jahr über. Ich bevorzuge Fisch, Huhn oder Schinken. Auch als Brotaufstrich, püriert, sehr praktisch und gesund.-  Schmeckt!

Kommentar von peter REINHARD |

ich verwende Blüten, Kraut und Blätter wenn diese wachsen. Warum sollten wir denn Blüten, Kraut und Blätter nur zu bestimmten Zeiten verwenden. Auch wenn die Inhaltsstoffe zu verschiedenen Zeiten variieren so denke ich sind alle Teile dieser hervorragenden Pflanzen zu jeder Zeit wertvoll für unsere Gesundheit.
Übrigens: Löwenzahn kann man auch im Winter ernten. Und die "Milch" ist auch nicht giftig kann aber reizend wirken.

 

herzliche Grüße
peter REINHARD

Kommentar von Johann Albert Thiess |

Die Löwenzahn-Knospen, in Apfeessig eingelegt, schmecken wie Kappern.

Die Löwenzahn-Blühten sind (nach gründlichem waschen) roh geniessbar in diversen Salaten.

Die löwenzahn-Stengel (gewaschen) geschnitten in Buttergemüse. Schmeckt sehr lecker.

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