Der Bärlauch - Allium ursinum

bärlauch
Albert Thiess

Volksnamen: Hexenzwiefel, Judenzwiefel, Ramsen, Waldknoblauch, wilder Knofel, Wurmlauch, Zigeunerlauch, Zigeunerzwiefel

 

Wer kennt nicht diesen knoblauchartigen Geruch vom Bärlauch, wenn er im Frühjahr durch den Wald geht

Der Bärlauch gehört zu der Gattung Allium und ist verwandt mit dem Schnittlauch, der Zwiebel und dem Knoblauch. Von Europa bis Asien ist der Bärlauch in den meisten Wäldern verbreitet, ist ein geschätztes Wildgemüse für Mensch und Tier.

Blütezeit:  von April bis Juni, mit etwa 20 Blüten an einem Stiel über den Blättern.

Standort: Der Bärlauch ist fast nur auf hunusreichen, tiefgründigen Stellen feuchter, schattiger Laubwälder anzutreffen

Heilkräftige Pflanzenteile: Sowohl die Zwiebeln als auch die ganze Pflanze wird gesammelt. Für die frische Pflanze ist die beste Sammelzeit April bis Mai - die Zwiebel werden im Sommer und im Herbst gesammelt.

Die Pflanze kann nicht getrocknet werden, da sie dadurch unwirksam werden. Auch die zwiebeln trocknen im Keller rasch ein und werden dann unansehnlich.

Der Bärlauch findet Nutzung als Gemüse, Gewürz und Heilpflanze

Keine richtige Frühjahrskur ohne Bärlauch an dem alles essbar ist.

 
Vorwiegend werden die Blätter vom Bärlauch, frisch als Salat oder Gewürz und gekocht als Gemüse, oder als Spinat verwendet. Seine guten Eigenschaften bauen eine Brücke zwischen Nahrung und Medizinmittel.

Bärlauch in der Volksheilkunde:

Hier gilt der Bärlauch als antidyspeptik, karminativ, gegen hohen Blutdruck und Arteriosklerose, bei Madenwürmern und auch bei Leberleiden. Er ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für den Magen und den Darm.

- Zur Wundreinigung, indem man den frischen Saft auf schlecht heilende Wunden träufeln soll, und schließlich als Lungenmittel. Besonders bei Lungenverschleimung älterer Leute, wenn kein Heilmittel mehr Heilung bringt, wird der zähe Schleim durch den Saft des Bärlauchs aufgelöst und zum Auswurf gebracht.

 

Pfarrer Künzle schreibt über den Bärlauch: "wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. Ewig kränkelnde Leute mit Flechten. Eißen und Ausschlägen versehen, die Skrofulösen und die Bleichsüchtigen, sollten den Bärlauch verehren wie Gold. Die jungen Leute würden aufblühen wie ein Rosenspalier und aufgehen wie die Tannenzapfen an der Sonne".

 

Magenemfindliche Personen sollten die Zwiebel von Bärlauch zerschneiden, in warmer Milch 2 - 3 Stunden ziehen lassen und die Milch schluckweise trinken.

 


 
Verwechslungsgefahr :

 Bärlauch wird von Sammlern (Amateuren) des öfteren mit den Garten-Maiglöckchen verwechselt, oder im Wald mit den Blättern des gefleckten Aronstab’s, was tödliche Vergiftungen zur Folge haben kann.

Nur die Blätter vom Bärlauch riechen nach Knoblauch. Wer sich nicht sicher ist sollte aufs Sammeln verzichten !!!

Am sichersten ist die Beschaffung vom Wochenmarkt oder im Gemüsehandel.

 

 

Quelle: Gesundheit durch Heilkräuter - Richard Willfort
Rudolf Trauner Verlag

geä. 5.4.12

 

Kommentar zum Bärlauch

Kommentar von Johann Albert Thiess |

Bärlauch sollte im Frühjahr rechtzeitig angeschaft werden (sammeln oder kaufen)

Bärlauch hat einen etwas erdigeren Duft als Knoblauch und ist milder. Mein Salat-Essig Rezept: In einem 8 Liter Glas, tue ich 4 Liter Apfelessig und fülle es voll mit sauberen Bärlauchblättern (gewaschen und abgetropft). Nach einem Monat sind die Blätter mürbe und sie werden in ein 2 Liter Glas fest eingepresst, mit Apfelessig vollgefüllt und dicht zugebunden. In das 8 Liter Glass kommt dann noch ein Liter frischen Apfelessig und wird vollgefüllt mit Brunnenkresse (gewaschen und abgetropft). Nach einem weiteren Monat das gleiche wie oben. In das 8 Liter Glas  kommt nochmals ein Liter frischer Apfelessig und dann aufgefüllt mit Brennnessel Blätter mit Samen (grüne).

Nach einem Monat das gleiche wie oben. Der jetzt braun-rötliche Apfelessig in Flaschen füllen, für Salate z.B. Sehr gesund!!

 

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