Alant - Iluna helenium L

Peter Roehl_pixelio.de

Alant - eine Heilpflanze, früher und auch heute noch ein dämonenvertreibendes Kraut

Altwurz, Darmwurz, Edelherzwurz, Edelwurz, Glockenwurz, Großer Heinrich, Helenenkraut, Krätzenwurz, Odinskopf, Oliwurz, Schlangenwurz, Ulenkwurz

Botanik

Die Pflanze wird etwa 50cm bis 150 cm hoch, die Wurzel ist lang, knollenartig verdickt, fasrig, innen weiß, außen braun. Die Laubblätter sind oben kurzhaarig, unterseits graufilzig,, sie sind stumpfgezähnt. Die Stengelblätter haben eine herzförmige Form und manchmal eine eiförmige Form.
Blütezeit: Juni bis September

Der Alant kommt ursprünglich aus Zentralasien, ist heute im südlichen Europa verbreitet, kommt aber immer mehr in wilder Form auch bis nach Norwegen vor. Der Alant braucht einen sandigen Boden, der nicht mit Stallmist gedüngt wurde – sonnige Standorte fördern  die Wurzelbildung. Der Alant leidet unter Trockenperioden – fleißiges Gießen ist notwendig, will man feste Wurzeln erhalten.

Gesammelt wird der Wurzelstock (Rhizoma Enulae) im Spätherbst (bis Dezember) Die Wurzeln werden in der Länge durchschnitten und auf einem Faden auf gefädelt und auf einem schattigen Ort zum Trocknen aufgehängt.

Wirkung von Alant

In seiner Urheimat Zentralasien ist der Alant eine wichtige Heilpflanze – die Chinesen nennen ihn Hsün Fu Hua und bringt nach ihrer Anschauung das Blut in Bewegung, behebt Stauungen, löst hartnäckigen Schleim und heilt als Salbe Muskelrisse und Brüche. Hyprokrates liebte die Alantwurzel als Arzneitrank für den Uterus. Die Naturärzte im Mittelalter empfahlen die Wurzel gegen Blähungen, Lungenleiden, als Mittel zum Auswurf und zur Förderung der Harnausscheidungen.

Die leichte Abkochung wird erfolgreich bei Hauterkrankungen, Hautunreinheiten und für Umschläge bei Haut jucken, Krätze verwendet.

Der Alanttee

zur Steigerung des Stoffwechsels, gegen die Zuckerkrankheit, gegen Magenschwäche, Darmverschleimung, Darmentzündungen, Durchfall, Gelbsucht, gegen Verschleimung der Atmungsorgane. Alant gilt als blutreinigende und blutvermehrende Heilpflanze.

Alanttee Zubereitung:
1/2 Teelöffel TL der feingeschnittenen frischen oder getrockneten Wurzel für 1 Tasse im Aufguss. 2-3 Tassen am Tag werden schluckweise, ungesüßt getrunken. Bei Blutarmut, Verschleimung der Atmungsorgane und zur allgemeinen Stärkung kann man den Tee mit Honig süßen.

Anwendung von Alant in der Volksmedizin

 

Neben dem Tee wird die frisch gereinigte Wurzel gekaut und zur Appetitanregung empfohlen.
Nach Ansicht der Volksmedizin bewirkt der Kampfergehalt eine Eindämmung der Lungentuberkulose-Bazillen. Eine Teekur bringt den Lungenschwindsüchtigen auch tatsächlich eine Erleichterung.

Alantsalbe:

die gut gereinigte Alantwurzel wird mit etwas Wasser unter ständigem zerstoßen und Umrühren zu einem Brei leicht gekocht. Noch warm wird Schweineschmalz hinzugefügt. Die gut verrührte Mischung wird durch ein Tuch gesiebt und zur Aufbewahrung in einen Tiegel geseiht.  Die erkrankten Hautstellen werden damit bestrichen und mit einem Schutzumschlag abgedeckt.
Alanttinktur:
50g fein geschnittene Alantwurzel, 29g Wermut, 30g Tausendguldenkraut und 50g süße Orangenschalen werden in 1,5 Liter 60%igen Ansatzbranntwein durch 10 -12 Tage bei Zimmerwärme angesetzt und schliesslich abgeseiht – der Rückstand wird gut ausgepresst. Am Tage drei Mal je 15-20 Tropfen, immer vor den Mahlzeiten eingenommen. Anzuwenden bei Magenschwäche, Appetitlosigkeit und Verschleimung der Atmungsorgane

Alantwein:

40g frische Wurzel, sauber, rasch gewaschen, in Scheiben geschnitten, mit 50g Weingeist(80%igem) übergossen und durch 24 stunden zugedeckt stehen lassen. Daraufhin mit 1 Liter gutem Weißwein an der Sonne, oder in Herdnähe durch 3 – 4 Tage ansetzen, dann auspressen und durch ein Leinen filtrieren. Diesen Alantwein Stamperlweise vor den Hauptmahlzeiten eingenommen, nimmt die Appetitlosigkeit, behebt Magenschwäche und allgemeine Körperschwäche nach Operationen oder längerer Krankheit

Alant - Anwendungen in der Tierheilkunde:

Die Teeabkochung, oder die Salbe wird gegen Wunden oder Verletzungen, sowie bei Hauterkrankungen (Krätze) sehr erfolgreich eingesetzt. Der Tee als Aufguss, wird dem Vieh gegen Husten und Verschleimung eingegeben.
Die kleingeschnittene Wurzel in das Futter vermengt, hebt die Fresslust der Haustiere. (nicht zu viel davon, sonst nehmen die Tiere das Futter nicht an!)
Rinder und Pferde, die hie und da den Alanttee als Trunk bekommen, sind widerstandsfähiger gegen Tuberkulose und fieberhafte Erkrankungen.

Bräuche im Mittelalter und Altertum mit Alant

Der Alant galt im Altertum und Mittelalter als ein dämonenvertreibendes Kraut und wird noch heute wegen dieser Eigenschaften über so mancher Hof- und Stalltüre befestigt.
Der Alant wird im sogenannten Weihbuschen zur Kräuterweihe am Mariahimmelfahrtstag (15 August) zur Kirche getragen und geweiht. Der Weihbuschen hat so viele Alantblüten zu enthalten, als Menschen und Großvieh am Hofe anwesend sind.
Ferner enthält so ein Weihbuschen noch weitere 8 Heilkräuter: Arnika, Kamille, Königskerze, Ringelblume, Salbe, Schafgarbe, Wermut und Wacholderzweige. Diese 9 Heilkräuter geben den sogenannten „Neunerleibuschen“ der von der Bäuerin nach der weihe aufgehoben wird. Nach alter Überlieferung sei ein Kräutertee aus Teilen von diesen Kräuter besonders heilsam.

Aegeus
Quelle: Gesundheit durch Heilkräuter – Richard Willfort

Rudolf Trauner Verlag

 

Kommentar zur Alantwurzel

Kommentar von Ewa |

Sehr hilfreiche Infos. Ich mache mich hleich auf die Suche, wurd nicht leicht sein. Die Wurzel sollen sehr gut für Diabetiker sein, wo bekomme ich diese, ohne die Alan einpflanzen zu müssen.

Kommentar von Schmotzer Peter |

Erbitte Ihren Rat
Habe seit 10 Jahren COPD IV, nehme seit ca. 3 Monaten täglich Alantwurzel _getrocknet u. geschnitten als Tee. gentechnisch unverändert, unbestrahlt_
Frage: Was ist besser in der Wirkung, Pulver (Dosierung ?) oder wie oben beschrieben?
mfG

Kommentar von Karin A. Facheris |

Vielen Dank Herr Burkhardt Lahn für die gute Aufklärung. Sie haben vollkommen recht mit der Aussage über die Superschlauen mit ihrer Angstmacherei vor Naturheilmittel und viele Menschen glauben es, Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker !

Kommentar von Burkhardt Lahn |

Die ganze Alantpflanze kann man verwenden, von den Blüten, den Blättern, den Stängeln, bis zu den Wurzeln.

Die Heilkräfte der Pflanze decken den gesamten Verdauugstrakt ab und stärken das Immunsystem.
Das Herz-Kreislaufsystem wird gestärkt,die verbesserte Lungenfunktion ist klar erkennbar,die Wirkung gegen Darmparasiten ist bekannt,die allgemein beruhigende Wirkung für das Gehirn und während der Schlafphase ist auch belegt.

Eine allergiefördernde Wirkung kann ich nicht bestätigen, obwohl ich die Pflanze seit Jahren in hohen Dosen in Form von Alantpulver zu mir nehme und sie auch fast täglich als Salatbeigabe oder als Tee verwende.
Als Salbengrundlage nehme ich Kokos- oder Palmfett zusammen mit Olivenöl,wegen der Streichfähigkeit; denn dann hat man auch einen köstlichen Brotaufstrich, der zusammen mit Kräutersalz hervorragend schmeckt.
Alle Zugaben natürlich aus dem Bioladen,außer dem Alant, den ich selber anbaue.
Schweineprodukte, einschließlich Schweineschmalz meide ich seit 24 Jahren; denn Schweineprodukte enthalten hohe Dosen von Histamin und Östrogene. (Weibliche Sexualhormone)
Fremdhistamin ist der Hauptauslöser für vielfältige Allergieerscheiningen und manipuliert das menschliche Immunsystem negativ.
Ebenso manipulativ sind die Sexualhormone, die uns Menschen in allerlei schädlich-schmutzige Sexualpraktiken verstricken.
Des Weiteren fühlen sich Dämonen in Schweinen "SAUWOHL" und nutzen diesen heimtükischen Weg um Menschen durch unsichtbare Fäden zu steuern und zu lenken.(Siehe Neues Testament)

Alant ist nur eine von vielen sehr wirksamen Heilpflanzen, die uns der Schöpfer zur Nutzung gegeben hat.
Man muss nur darauf achten; dass wir uns nicht mit sogenannter Nahrungsjauche und Genußgiften teilvergiften und schwächen, dann kommt man auch mit den Wirkstoffen der Heilkräüter sehr gut zurecht und leidet auch nicht an den sogenannten Nebenwirkungen, die gewisse Superkluge den Heilpflanzen andichten, um ihre eigenen Süchte nicht preisgeben zu müssen und um arme, hilfesuchende Menschen weiterhin in Abhängigkeiten der Interessengruppen zu halten.
Behandeln ist immernoch lukrativer als "HEILEN".

Nur sehr, sehr wenige mutige Menschen sagen die volle Wahrheit über die wirklichen Zusammenhänge, und die sind so selten wie ein Maikäfer im Oktober.

Kommentar von Susanne Brugger |

Hallo ich hätte gerne Informationen oder Erfahrungen mit den Blättern des Alants. Was kann man damit erreichen, gibts auch hier Heilkräfte? Danke wäre mir sehr wichtig...S.Brugger

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