Eine Lebensphilosophie - der Fischer und das Meer

Vor einiger Zeit hörte ich einmal von einer Geschichte, an die ich mich immer wieder gerne erinnere. Manchmal denke ich, wie wahr doch das alles in unserer Gesellschaft geworden ist – immer mehr und immer wieder Neues – das Wirtschaftswachstum muss steigen. In welcher Zeit leben wir, dass wir nur mehr für andere arbeiten, und uns am Schluss nichts mehr über bleibt.

Aber nun zu dieser Geschichte von diesem Fischer, irgendwo in einem kleinen Fischerdörfchen:

Eines Tages beobachtete ein Manager, der hier Urlaub machte, einen Fischer der gerade mit seinem Boot vom Fischfang zurück kehrte. Es war gerade 7h morgens geworden als er seine Fische auslud und in den Kühlraum brachte. Das war heute eine großer Fang sagte er zu dem Manager und setzte sich zu ihm. Er gab ihm ein Gläschen Wein, rauchte seine Zigarette und sah zufrieden aus.

Der Manager war unruhig und fragte ihn warum er denn nicht wieder hinaus fahre und noch mehr fange. Warum sollte er, gab ihn der Fischer zur Antwort. Nun, da könne er schon bald ein zweites Boot kaufen und einen Arbeiter einstellen. Schon bald hätte er eine ganze Flotte und könnte in eine große Stadt ziehen und den ganzen Verkauf und Betrieb managen.

Wie lange würde das dauern war seine Frage an den Manager und was würde ihm das bringen. Fünfzehn bis zwanzig Jahre war die Antwort, und er könne sich dann alles leisten und könnte so wie er dann hier für ein zwei Wochen Urlaub machen.

Da lächelte der Fischer, nahm sein Gläschen und nahm genüsslich einen Schluck
- siehst Du, ich genieße jeden Tag diesen „Urlaub“ den Du nur für zwei Wochen im Jahr hast, und das jetzt nach fünfzehn bis zwanzig Jahren.

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