der Weg zum Bergschamanen TEIL 2

 

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Am nächsten Morgen –

Ich war sehr früh aufgestanden, und wollte meine ersten Übungen machen. Vorsichtig öffnete ich die Hüttentüre, um niemanden zu wecken. Es war, wie wenn ich die Tür zum Paradies geöffnet hätte. Eine reine Luft, die man aus der Großstadt nicht mehr kennt, ein klarer Himmel ohne Dunst und Schleier und eine Ruhe, die für einen Städter ungewohnt ist.


Einige Minuten stand ich da und ließ das alles auf mich einwirken, atmete die klare Luft ein und vergaß meine Sorgen, meinen Kummer. Ich dachte nicht an meine Firma, meine Arbeit, meine Trennung, meinen Kummer – ich spürte hier eine grenzenlose Freiheit wie ich sie noch nie gespürt habe .

 

Beim Anblick der Berge kam ich mir vor wie ein kleines Etwas, ein winziges Sandkorn auf dieser großen Welt. Plötzlich schossen mir Gedanken in den Kopf – was tust du eigentlich in deinem Leben. Ist das was du geschaffen hat, wirklich das was dich erfüllt. Ist das was du immer gesucht hast hier plötzlich Wirklichkeit geworden und ein Beginn von einem neuen, glücklichen, zufriedenen Lebensabschnitt.


War es das, warum ich mit meinen Freunden hier her kommen musste? Wurde hier ich geführt, um zu erkennen, das unser Leben einen besonderen Sinn haben soll? Plötzlich kamen viele Fragen und Gedanken auf, die ich früher nie hatte.

 

Gefangen im Rad der Gesellschaft

Für mich war immer nur das Geschäft wichtig, für meinen Beruf lebte ich und ich liebte ihn. Eine Partnerschaft musst unbedingt in das Konzept passen um hier noch mehr Erfolg zu haben. So gesehen sollte alles nur einen bestimmten Zweck zu erfüllen – alles musst funktionieren um der heutigen Gesellschaft gerecht zu werden.


Freiheit, so wie ich es hier oben spürte, war ein Fremdwort – täglich den gleichen Trott, das und das erledigen zu müssen, dort was Neues kaufen, zu investieren um noch mehr Umsätze zu machen - man muss ja Gewinne machen, um.... ja um was eigentlich. Um vor anderen gut da zu stehen, um sein neueste Auto her zu zeigen, mit seinem umgebautes Haus mit allem Luxus anzugeben. Alles nur, um einer bestimmten Schicht von Menschen die alles haben, zu zeigen dass ich auch dazu gehöre. Ich bemerkte nicht, dass hier nur mehr Gier am Werk war, Gier nach immer mehr und einer unzufriedenen Zukunft.


Und dann kamen Situationen, die ich damals noch nicht erkennen konnte und wollte – einige meiner Bekannten, Kollegen und „Freunde“ ging es gesundheitlich nicht mehr gut. Sie suchten die besten Ärzte auf – sie konnten sich ja alles leisten - sie waren plötzlich in dem System „Krankheit durch Gier“ gefangen. Nein, keiner von ihnen war wirklich glücklich und mit seinem Leben zufrieden.

Wenn man sie fragt, wie es ihnen geht, dann lügen sie uns an und geben als Antwort, mir geht es ganz gut, ich habe mir vorige Woche ein neues Auto gekauft, oder – ich war vorige Woche eingeladen, auf einer herrlichen Besitz, dieser Anzug hat ja nur ein paar Tausend Euro gekostet......

 

Die Erkenntnis, etwas ändern zu müssen

Immer mehr wird mir hier oben bewusst, wie wir mit unserer Technik und der Gier nach immer mehr, dem Drang Besitz zu vergrößern zu vermehren, um „Werte“ zu schaffen - dass wir uns mit so einer Einstellung nur schaden und diese wundervolle, göttliche Natur zerstören.


Mir war an diesem Morgen so richtig klar geworden, das mein Leben einen falschen Verlauf genommen hat und ich diesen in der nächsten Zeit schön langsam korrigieren muss - ich wusste nur nicht, noch nicht, wie ich beginnen sollte.

 

Etwas zu ändern, war ich ja täglich in meinem Betrieb gewohnt – aber etwas im Leben, an mir zu ändern, das ist schon etwas schwieriger. Das „Du bist so wie Du bist“ zu ändern ist genau so schwierig, wie alte Gewohnheiten aufzugeben.

Wir haben uns in unserem Leben mit einer Hülle umgeben, die immer stärker wird, je älter wir werden. Diese Hülle auf zu reißen wird immer schwieriger um ein neue göttliche Energiefeld aufzubauen, deren Hülle uns schützt vor allen negativen Beeinflussungen und nicht wie die alte Hülle uns einengt und krank macht.

 

Der erste Schritt, die Gedankenkontrolle

In meinen Gedanken versunken, mit allen Fragen die jetzt auftauchten, spürte ich ein Hand, die sich auf meine Schulter legte. Es war Johann – ich hatte das Gefühle, dass er mich schon länger beobachtete und meine momentanen Gedanken spürte.



Kontrolliere Deine Gedanken – fokussiere sie auf das Wesentliche“ - damit begann meiner erste Lektion einer langen Körper und Seelenreinigung. Seine Sätze waren logisch, kurz und verständlich, für jeden der sich öffnen will und annehmen kann.

Wenn du krank werden willst, dann mach weiter so, wenn dein Leben aber einen Sinn bekommen soll, dann beginne jetzt damit“. Setze deinen Verstand und Geist ein – bitte darum. Lerne zu beten, konzentriere dich auf das Wesentliche. Erkenne deine Stärken mit denen du gesegnet bist und die mitbekommen hast.

Frag dich jeden Tag, was dieser Tag für dich gebracht hat, ob du weitergekommen bist und auch zufrieden warst. Wenn nicht, dann beginn erst bei dir zu suchen und ändere was.



Um alles richtig zu machen brauchst du zuerst klare Gedanken

Er zeigte auf einen großen Stein und sagte zu mir: setzt die dorthin und schau dann auf die Berge dort drüben - nur schauen und an nichts denken. Mach die Augen zu und versuche das Gesehene in deinen Gedanken zu halten – keine anderen Gedanken! Sollte ein anderer Gedanke dazu kommen, dann mach die Augen wieder auf und schaue wieder auf die Berge. Wenn es die gelingt die Berge zehn Minuten in deinen Gedanken zu halten, dann ist das erste Ziel erreicht.

Ähnliches kannst Du mit jedem Gegenstand, wie zum Beispiel einer brennenden Kerze, Blumen, Foto.. auch daheim auch machen.

So beruhigst du deine Gedanken und kannst später einmal konzentrierter damit arbeiten.



Naja – das ist doch leicht – dass es nicht so leicht ist, dass musste ich dann später leider eingestehen.


Das waren enige Worte von Johann, mit denen er mich wieder allein zurück lies.


Damit begann damals mein erstes Training für mein neues LEBEN – ein Leben, dass mich endlich erfüllte, mit dem ich glücklich werden konnte und mir die Zufriedenheit gab, von der ich vorher immer geträumt habe.

 

Von nun an war diese Hütte ein ganz besonderer Ort für mich geworden – mit Johann hatte ich einen wunderbaren Freund gewonnen, einen Lehrmeister und einen Helfer der mich aus einem Gefängnis befreite.


So waren die paar Tage mit Aufgaben erfüllt, Aufgaben die mir eine neue Welt zeigten.



Demnächst geht’s weiter.....

 

10.12.2012 aegeus





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