Eine Reise ins Glück nach Irgendwo

eine Reise ins Glück
Holger Graebner_pixelio

Vor kurzem bekam ich ein Mail, mit der Bitte es zu veröffentlichen.

Sie schreiben so viel von Glück und Zufriedenheit – ich möchte Ihnen meine Geschichte erzählen.

 

Es begann vor 21 Jahren

Es war das fünfte Jahr nach meiner Trennung. Wir waren ein paar Jahre verheiratet, als das große Glück plötzlich beendet war. Meine Frau hatte eine andere Liebe gefunden – einen, der etwas besaß und der keine Schulden hatte. Ich hatte damals einen Kredit für unser Haus aufnehmen müssen, der uns ein wenig einengte. Und, wie so normal, stritten wir oft übers Geld, über die Schulden und sie könne sich nichts leisten, wir fahren noch immer das alte Auto, haben noch keine neue Küche und können noch keine Gäste empfangen und das alles in meiner Position. Ich versuchte sie zu beruhigen, dass das alles in ein paar Jahren geschafft wäre.

eine Liebe und Partnerschaft zerbrach

Kurz und gut – sie ließ sich von mir scheiden und auch noch mit einer großen Summe auszahlen. Da war es wieder das große Pech, ich habe einfach kein Glück, alles geht daneben. Ich hatte nur Zahlungen, manchmal reichte das Geld überhaupt nicht mehr und ich musst einen Vorschuss bei meinem Chef erbetteln. Nun ist „Aufgeben“ für mich ein Fremdwort – ich kniete mich die nächsten Jahre in meine Arbeit und brachte meiner Firma einige gute Aufträge.

Trotz alledem lief bei mir privat einfach überhaupt nichts mehr. Immer mehr hatte ich das Gefühl, dass ich behindert werde. Ich lernte einige Frauen kennen, die mir aber nie das Gefühl von Geborgenheit gaben – und ich konnte ihnen damals auch nicht die Sicherheit geben, die sie eigentlich wollten.

und immer wieder neue Rückschläge, die schlafllose Nächte kosteten

Der nächste Schlag, mein Auto ging kaputt – alles hatte sich gegen mich verschworen – so zumindest meine damalige Einstellung. Ich sah das Glück nicht, dass mir mein Chef ein Firmenauto zur Verfügung stellte, mit dem ich sogar meine privaten Fahrten machen konnte. Ich sah nicht, das mein Chef damals schon großes Vertrauen zu mir hatte und ich darüber eigentlich glücklich sein müsste. Nein – ich kannte kein Glück und auch keine Zufriedenheit.

Die nächste Katastrophe war dann ein fürchterliches Unwetter in der Nacht. Der Dachstuhl war ruinierte und die Dachziegel fast alle kaputt – mir war damals nichts passiert. Eine Versicherung hatte ich nicht – der Schaden war für mich fast zu viel – ich wusste nicht wie ich das bezahlen sollte. Auch damals erhielt ich von meine Chef einen Vorschuss und immer noch nicht sah ich einen Hauch von Glück. Immer sah ich nur das Pech, das mich jetzt schon einige Jahre nach der Scheidung verfolgte.

Ich sah einfach das Glück nicht in meiner Firma - viel zu viel beschäftigte mich meine Vergangenheit mit der gescheiterten Ehe

Ich sah nicht, dass ich in der Firma sehr beliebt war und mich schön langsam zu der rechten Hand meines Chefs emporarbeitet. Immer noch nicht sah ich meine Kollegen, die mich unterstützten und für mich die Hand ins Feuer legen würden.

Auch sah ich das Glück nicht, als wir ein Super-Projekt ans Land ziehen konnten, weil wir eben ein Super-Team waren.


Ich arbeitete als Planungstechniker bei einer großen Firma und hatte gerade ein sehr großes Projekt abgeschlossen. Der Kunde war sehr zufrieden und war entschlossen noch weitere Folgeprojekte an unsere Firma zu vergeben. Mein Chef war hocherfreut und sagte mir, ich solle doch zwei Wochen ausspannen – er spendierte mir eine Sonderurlaub nach Ägypten.

Die Firma organisierte den Flug, das Quartier und einige Ausflüge, die ich dort unternehmen sollte. Einziger Haken, dass ich dort einen Kunden besuchen sollte – das würde aber nur einen Tag dauern.

Ein paar Tage später saß ich im Taxi Richtung Flughafen. Und da war es schon wieder – ein gewaltiger Stau auf der Autobahn und kein Weiterkommen. Ich muss doch um 20h am Flughafen sein – das geht sich nie aus! Und so war es dann auch – der Flieger hob ohne mich ab und ich stand da mit meinem verdammten Pech. Nichts in meinem Leben wollte funktionieren – und überhaupt wenn ich mich freute, dann kam immer etwas dazwischen.

 

Wie Pech und Glück zusammenhängen

Ich war nicht der einzige, der verlassen zurückblieb – eine hübsche jüngere Frau, schaute genauso enttäuscht, vielleicht auch zornig auf die große Uhr in der Abflughalle. Auch sie dachte innerlich, wie sie mir später erzählte, das Pech verfolgt sie und nie hätte sie Glück

Und gerade jetzt und hier beginnt mein und unser großes Glück

– ich nahm alle Kraft zusammen und sprach sie an, ich fand die richtigen Worte, dass sie so richtig herzlich lachen konnte. Wir setzten uns ins Kaffee und überlegten, was wir machen sollten. Von wem die Idee kam, den nächsten Last Minute Flug zu nehmen, kann ich heute nicht sagen, es war die beste Idee in unserem Leben. Der Flug führte uns zwar nicht nach Ägypten, sondern nach Tunesien. Es wurde der schönste Urlaub meines Lebens.

Es waren zwei Wochen, die wir nie vergessen werden, es war der große Beginn einer gemeinsamen glücklichen Zukunft. Nach einem Jahr heirateten wir und sind bis heute glücklich verheiratet.

Natürlich gibt es auch Tage, wo es ein wenig kriselt – dann sagt nur einer von uns „Flughafen“ und alles ist vergessen.


Seit damals gibt es für mich kein – ich habe kein Glück, ich habe nur immer Pech – seit damals gibt es nur mehr Glück und Zufriedenheit. Glück, das wir uns haben, Glück, dass es uns gut geht, dass wir gesund sind und keine Katastrophen mitmachen müssen.

Ich frage Sie – wie viele Menschen sehen ihr Glück nicht? Sie glauben nur mit Gold und Geld könne man glücklich werden.

Wenn sie nur Nebel in ihrem Leben sehen, werden sie nie die Sonne spüren. Wenn Sie nie ihr Herz spüren, werden sie nie glücklich werden. Wenn sie nie sehen, dass da draußen einer ist, der sie liebt, wie wollen sie zufrieden werden. Wenn sie nie spüren, dass Gott mit ihnen etwas vorhat, dann werden sie immer in ihrem Unglück bleiben.

Und wenn einer sagt, dass Gott nicht lenken kann, dann muss ich ihm sagen – er hat mich zu der schönsten, liebsten Frau gebracht, die es auf der Welt gibt, er hat mich zu dem Glück gebracht, dass ich nie gesehen habe, er hat mir die Augen geöffnet.

Heute bin ich in meiner Firma Geschäftsführer – mein Chef ist mein bester Freund geworden. Auch er konnte nur mit seiner Frau, die ständig zu ihm gehalten hat, dieses große Unternehmen aufbauen. Unsere Frauen arbeiten auch in der Firma mit, wenn auch nur ein paar Stunden in der Woche.
Der Männer größte Freude, wenn sich unsere Frauen beim Kochen gegenseitig übertrumpfen – denn auch Liebe geht durch den Magen und da gehört ein gutes Essen zum Glück absolut dazu!

Mein Tipp an alle die ein wenig kämpfen und den Erfolg und das Glück noch nicht sehen: das Herz am richtigen Platz, Respekt vor dem anderen und nur mit einem Teamwork (so bin ich auf Eure Seite gestoßen)



Das Glück ist dir sicher - Walter S.


Und sie glauben sie hätten nie Glück!
Sie konnten heute aufstehen und hatten keine Kreuzschmerzen und sind gut drauf und heute keine Kopfschmerzen!
Draußen war es kalt und ihr Auto sprang noch an! Sie kamen in ihrer Firma gut an und hatten keinen Stau.........

Kommentar zum Glück

Kommentar von angie |

hallo, bla bla vom glück...
gestern überlegte ich angestrengt nach...grübel

was muss ich zum glück selber beitragen,
und wieviel hilfe von außen kann ich,

oder darf ich zulassen?

ich komm noch zu keinem ergebnis.

gruß angie

Kommentar von Thomas Funke |

Gabi, Du hast recht und Dir Wolfgang gilt mein Dank für die Geschichte.

Was können wir aus der Geschichte noch lernen?
Jeder Nachteil hat einen Vorteil, sowie jeder Vorteil auch seinen Nachteil hat.

Und jetzt kann Walter S. sogar noch seiner weggelaufenen Frau dankbar sein. Ist doch genial, weil er spätestens jetzt ihr verzeihen müßte. Und? Jetzt sollte es auch noch Frieden geben zwischen den beiden, auch wenn sie sich nicht mehr lieben können.

Genau: Gut wäre es, wenn man vermeintliche Nachteile schon früher als Vorteil erkennen könnte.

Thomas Funke - Gesundheit

Kommentar von Gabi Berei |

Ja genau das ist es. Wir haben erstens alle verlernt, uns an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen, und als zweites wird uns seit unserer Kindheit eingeimpft, daß alles Negative überbetont wird. Wer kann sich eigentlich noch an der Schönheit einer Blume am Wegesrand erfreuen (und staunen, wie perfekt die Natur doch gemacht ist). Oder sagen Sie mal einer Kassiererin im Supermarkt kurz vor acht mit einem Lächeln, wie dankbar Sie sind, daß jemand für Sie solange auf den Beinen bleibt, damit Sie noch schnell das Vergessene fürs Wochenende einkaufen können. Ich finde, das Lächeln das zurückkommt läßt es einem schon warm ums Herz werden. Oder halten Sie jemandem die Türe auf oder gewähren ihm Vorfahrt. Sie glauben nicht, wie erstaunt manche Menschen sind, weil sie das nicht mehr gewohnt sind, daß jemand Rücksicht auf sie nimmt. Das sind die kleinen Momente des Glücks, die uns Tröpfchen für Tröpfchen einen warmen Regen der Zufriedenheit bescheren können. Und je zufriedener wir sind, desto mehr können wir von unserem Glück erkennen, es umgibt uns ständig, wir sehen es nur meist nicht, weil wir auf der Suche nach den falschen Dingen sind. Die meisten von uns haben doch ein Dach über dem Kopf, was zu essen und eine gute medizinische Versorgung. Das ist für Milliarden Menschen keine Selbstverständlichkeit. Die Kritik an den Mißständen in unserer Welt verändert sie noch lange nicht, aber das eigene Vorleben des möglichen Positiven schon. In diesem Sinne, laßt uns Kieselsteinchen für Kieselsteinchen neue Wege bauen, auf denen andere dann leichter vorankommen.

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