Jakobsweg mit Karl Krammer

Jacobsweg

An die Pilger Europas - an die Pilger auf dem Jakobsweg


Geh,
seit deiner Geburt bist du auf dem Weg.

Geh,
eine Begegnung wartet auf dich.
Mit wem? Vielleicht mit dir selbst.

Geh,
deine Schritte werden deine Worte sein,
der Weg dein Gesang,
deine Ermüdung dein Gebet,
dein Schweigen wird schließlich sprechen.

Geh,
mit anderen, aber tritt heraus aus dir,
du, der du dich von Feinden umgeben
siehst, wirst Freunde finden.

Geh,
auch wenn dein Geist nicht weiß,
wohin deine Füße dein Herz führen.

Geh,
ein anderer kommt dir entgegen und sucht dich,
damit du IHN finden kannst. Im Heiligtum am Ende des Weges,
dem Heiligtum im Innersten deines Herzens,
ist ER dein Friede, ist ER deine Freude.

Geh, es ist ja der Herr, der mit dir geht.




Karl du machst doch jetzt schon zum zweiten Mal den Jakobsweg.

Dieser Pilgerweg war der zweite. seiner Art nach meinem Camino 2005, die Idee reifte schon länger bei mir mit dem Ziel mich weiter zubringen auf meinem Erdenweg und um mich zu testen und besser kennenzulernen. Als Grundlage meines Weges diente der Führer "Der ökumenische Pilgerweg durch Sachsen..." bestellbar unter
info@oekumenischer-pilgerweg.de,
die Internetadresse dazu www.oekumenischer-
pilgerweg.de

Wie lange warst Du auf dem Jakobsweg unterwegs und wie viele Kilometer am Tag
und wie hast du dich als "Pilger" vorbereitet?


Die Etappenstrecken waren so um die 20 - 25 km, meine längste Strecke 40 km und 11 Stunden, das würde ich aber keinen empfehlen. Nutzen zu ziehen ist jedermanns eigene Sache, mir hat er sehr viel gegeben und mich ein Stück näher zur Demut gebracht.
Die einsamen Strecken waren für mich nicht einsam sondern vielfältig, Gefühle sind sehr unterschiedlich aber oft auch banal: zB. Wie schaffe ich es nur die unheimlich langen Asphaltwege zu Ende zu gehen. Nie kam jedoch der Gedanke : Warum tue ich mir das überhaupt an? Viele Gefühle der Dankbarkeit waren dabei, denn ich hatte großes Glück mit dem Wetter, fast nur Sonnenschein, ein Unwetter mit Hagel und Blitz hätte ich nicht so gerne auf den unendlich weiten flachen Strecken gehabt, wo keine Möglichkeit des Unterstandes sind. Kondition ist etwas erforderlich, ich habe vorher schon trainiert und bin so 20 km auf Asphalt gegangen, aber es sind keine großen Steigungen dabei, die Strecke ist hügelig, wichtig ist dabei vor allem Ausdauer. Blasen waren am zweiten Tag schon da , du lernst auch damit umzugehen und trotzdem 21 Tage zu Fuß unterwegs zu sein.

Einsame Wege

Muss man für den Jakobsweg Quartier bestellen und besondere Regeln beachten?

Vorplanen brauchst du überhaupt nichts, du bekommst immer Quartier in den Herbergen, obwohl im Pilgerführer steht, dass man vorbestellen soll, habe ich das fast
nie gemacht. Weiter empfehlen ist so eine Sache, diese Art zu Reisen ist ganz was besonderes in der heutigen Zeit, weil es ein Weg in die Einfachheit ist und das muss man lieben oder nicht. Allerdings gibt es ja - so wie im Leben - viele Möglichkeiten diesen Weg zu machen, zwischendurch mit Bus Bahn etc., Rastaufenthalte zum Besicfiles/Teamworker/Reisen/kjakobsweg3.jpghtigen, Abbruch wegen Nichtgefallens......., ich bin ihn ausschließlich zu Fuß, mit einer Ausnahme hinein nach Leipzig mit der Tram, Kenner des Weges wissen warum.

 

Der ökumenische Jakobsweg durch Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen

 

Wer Pilger-wege geht ist auf der Suche, so auch ich, und da bin ich bei diesem Weg schon richtig gelegen, er ist nämlich ein Weg der Einfachheit – im Gegensatz
zum spanischen Jakobsweg, den ich als Weg der Vielfalt bezeichne. Einfachheit bedeutet, Abschiednehmen vom Luxus eines Hotelreisenden, Abschiednehmen von geregelten Mahlzeiten, vom Ballast des Alltags (nimm nur mit, was du leicht Tragen kannst) vom Trubel des Alltags, vom vorprogrammierten Tagesgeschehen. Tagelang während des Weges keinen Menschen begegnen,

 

Stille sehr oft ringsherum, nur das Zwitschern der Vögel, das Rauschen des Windes und die eigenen Schritte hören, sonst nichts, das ist schon etwas, kein Autolärm, kein Flugzeuglärm, kein Radio oder TV ! MEDITATION IM GEHEN 1. und dabei offen zu sein, was da kommt. (manchmal kommt auch nichts, nämlich keine Wegemarkierung und du gehst den falschen Weg ODER du selbst bist schuld, weil du sie eben übersehen hast) Ja wenn man das liest, könnte man ja restlos begeistert sein, aber es ist bei aller Begeisterung für diese Strecke, ein harter Weg. Von der Landschaft wunderschön, von der Infrastruktur ganz bescheiden, selten ein Geschäft oder Wirtshaus am Weg, selten Bankerl zum Ausruhen und sehr viel Asphalt. Das muss man mögen, um nicht zwischendurch die Strecke durch Bus oder Bahn zu verkürzen. Dadurch aber gewinnt der Weg an Tiefe, da ja die unendliche Einsamkeit auf der Strecke ganz tolle Erfahrungen mit sich bringt.


Auf einmal kommst du drauf, dass du nicht allein bist, dass du viele Begleiter hast, die dich führen, auch wenn du 2 oder 3 Stunden unterwegs bist und du noch immer keinen Wegweiser gesehen hast. Vertrauen gewinnen in deine Stärke, Vertrauen gewinnen, dass auch bei Abfiles/Teamworker/Reisen/kjakobsweg2.jpgweichungen vom Weg du immer wieder zurückfindest, wenn du den Willen dazu hast – also viele Parallelen zum Lebensweg eines Menschen.

Natur pur herrlich.
Begegnung mit der Natur

der Pilger auf dem Jakobsweg

unterwegs mit
Karl Krammer
am Jakobsweg
An die Pilger Europas
Geh,
seit deiner Geburt bist du auf
dem Weg.
Geh,
eine Begegnung wartet auf dich.
Mit wem?
Vielleicht mit dir selbst.
Geh,
deine Schritte werden deine
Worte sein,
der Weg dein Gesang,
deine Ermüdung dein Gebet,
dein Schweigen wird schließlich
sprechen.
Geh,
mit anderen, aber tritt heraus aus
dir,
du, der du dich von Feinden
umgeben siehst,
wirst Freunde finden.
Geh,
auch wenn dein Geist nicht weiß,
wohin deine Füße dein Herz führen.
Geh,
ein anderer kommt dir entgegen
und sucht dich,
damit du IHN finden kannst.
Im Heiligtum am Ende des
Weges,
dem Heiligtum im Innersten deines
Herzens,
ist ER dein Friede,
ist ER deine Freude.
Geh, es ist ja der Herr, der mit
dir geht.
Karl du machst doch jetzt
schon zum zweiten Mal den
Jakobsweg.
Dieser Pilgerweg war der 2. seiner
Art nach meinem Camino
2005, die Idee reifte schon länger
bei mir mit dem Ziel mich weiter
zubringen auf meinem Erdenweg
und um mich zu testen und besser
kennenzulernen.
Als Grundlage meines Weges
diente der Führer "Der ökumenische
Pilgerweg durch Sachsen..."
bestellbar unter
info@oekumenischer-pilgerweg.de,
die Internetadresse dazu www.oekumenischer-
pilgerweg.de
Wie lange warst Du unterwegs
und wie viele Kilometer am Tag
und wie hast du dich vorbereitet?
Die Etappenstrecken waren so um
die 20 - 25 km, meine längste
Strecke 40 km und 11 Stunden,
das würde ich aber keinen empfehlen.
Nutzen zu ziehen ist jedermanns
eigene Sache, mir hat er sehr viel
gegeben und mich ein Stück
näher zur Demut gebracht.
Die einsamen Strecken waren für
mich nicht einsam sondern vielfältig,
Gefühle sind sehr unterschiedlich
aber oft auch banal:
zB. Wie schaffe ich es nur die
unheimlich langen Asphaltwege
zu Ende zu gehen. Nie kam
jedoch der Gedanke : Warum tue
ich mir das überhaupt an? Viele
Gefühle der Dankbarkeit waren
dabei, denn ich hatte großes
Glück mit dem Wetter, fast nur
Sonnenschein, ein Unwetter mit
Hagel und Blitz hätte ich nicht so
gerne auf den unendlich weiten
flachen Strecken gehabt, wo
keine Möglichkeit des Unterstandes
sind.
Kondition ist etwas erforderlich,
ich habe vorher schon trainiert
und bin so 20 km auf Asphalt
gegangen, aber es sind keine
großen Steigungen dabei, die
Strecke ist hügelig, wichtig ist
dabei vor allem Ausdauer. Blasen
waren am zweiten Tag schon da ,
du lernst auch damit umzugehen
und trotzdem 21 Tage zu Fuß
unterwegs zu sein.
Einsame Wege
Seite 10
Dienstag, 15. Mai 2007
Muss man Quartier bestellen und
besondere Regeln beachten?
Vorplanen brauchst du überhaupt
nichts, du bekommst immer Quartier
in den Herbergen, obwohl im
Pilgerführer steht, dass man vorbestellen
soll, habe ich das fast
nie gemacht.
Weiter empfehlen ist so eine
Sache, diese Art zu Reisen ist
ganz was besonderes in der heutigen
Zeit, weil es ein Weg in die
Einfachheit ist und das muss man
lieben oder nicht.
Allerdings gibt es ja - so wie im
Leben - viele Möglichkeiten diesen
Weg zu machen, zwischendurch
mit Bus Bahn etc., Rastaufenthalte
zum Besichtigen,
Abbruch wegen
Nichtgefallens......., ich bin ihn
ausschließlich zu Fuß, mit einer
Ausnahme hinein nach Leipzig
mit der Tram, Kenner des Weges
wissen warum.
Der ökumenische Jakobsweg
durch Sachsen, Sachsen-
Anhalt und Thüringen
Wer Pilgerwege geht ist auf der
Suche, so auch ich, und da bin ich
bei diesem Weg schon richtig
gelegen, er ist nämlich ein Weg
der Einfachheit – im Gegensatz
zum spanischen Jakobsweg, den
ich als Weg der Vielfalt
bezeichne.
Einfachheit bedeutet,
Abschiednehmen vom Luxus
eines Hotelreisenden,
Abschiednehmen von geregelten
Mahlzeiten,
vom Ballast des Alltags (nimm
nur mit, was du leicht Tragen
kannst)
vom Trubel des Alltags,
vom vorprogrammierten Tagesgeschehen.
Tagelang während des Weges
keinen Menschen begegnen,
Stille sehr oft ringsherum, nur das
Zwitschern der Vögel, das Rauschen
des Windes und die eigenen
Schritte hören, sonst nichts,
das ist schon etwas, kein
Autolärm, kein Flugzeuglärm,
kein Radio oder TV ! MEDITATION
IM GEHEN
1. und dabei offen zu sein, was
da kommt.
(manchmal kommt auch
nichts, nämlich keine Wegemarkierung
und du gehst den
falschen Weg ODER du
selbst bist schuld, weil du sie
eben übersehen hast)
Ja wenn man das liest, könnte
man ja restlos begeistert sein,
aber es ist bei aller Begeisterung
für diese Strecke, ein harter Weg.
Von der Landschaft wunderschön,
von der Infrastruktur ganz
bescheiden, selten ein Geschäft
oder Wirtshaus am Weg, selten
Bankerl zum Ausruhen und sehr
viel Asphalt. Das muss man
mögen, um nicht zwischendurch
die Strecke durch Bus oder Bahn
zu verkürzen.
Dadurch aber gewinnt der Weg
an Tiefe, da ja die unendliche
Einsamkeit auf der Strecke ganz
tolle Erfahrungen mit sich bringt.
Auf einmal kommst du drauf,
dass du nicht allein bist, dass du
viele Begleiter hast, die dich führen,
auch wenn du 2 oder 3 Stunden
unterwegs bist und du noch
immer keinen Wegweiser gesehen
hast. Vertrauen gewinnen in
deine Stärke, Vertrauen gewinnen,
dass auch bei Abweichungen
vom Weg du immer wieder
zurückfindest, wenn du den Willen
dazu hast – also viele Parallelen
zum Lebensweg eines Menschen.
Natur pur herrlich.
Begegnung mit der Natur

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