Herbsteindrücke aus einem fremden Land!

Heuer haben wir den Herbst mit einer Reise bis ins tiefste Rumänien ausklingefiles/Teamworker/Reisen/rumaenien5.jpgn lassen. Wie sonst hatten wir auch dieses Mal den Wagen prall geladen mit Übrigen aus der hiesigen Überflussgesellschaft, da wir vor hatten viele Freunde zu besuchen.

 

Die erste Station machten wir in einem Banater Bergdorf. Der Ort hat in den letzten Jahren einen stetigen Zuwachs erlebt und hat es mittlerweile auf stolze 1700 Einwohner gebracht. Für unsereins unfassbar ist, obwohl die Spatzen es schon von den Dächern pfeifen wie schlecht die Trinkwasserqualität der Dorfbrunnen abschneidet, dass immer noch der Bau einer Kanalisation in Angriff genommen wird. Gute 20 Jahre nach der Revolution ist dieses Dorf durch miserable Straßen von der Außenwelt abgeschnitten und wird so schnell nicht das Prädikat „Europäisches Dorf“ am Ortseingang haben. Vielmehr droht der Gemeinde eine saftige Strafe, wenn die Straßen, für die sehr wohl Geld aus Brüssel gekommen ist, nicht binnen kürzester Frist in einen passablen Zustand versetzt werden! Die bisher einzige Konsequenz für den damals waltenden Bürgermeister war, dass er nicht wiedergewählt wurde. Cui bono?

 

Die Moderne ist mit Autos, Waschmaschinen, Fernsehern und Bergen von Plastikmüll in dieses ehemals verträumte Bergdorf eingezogen. Mangels Aufklärung von Behördenseite helfen sich die Menschen und reduzieren den Müllberg im eigenen Ofen, weil sie dem Irrglauben erliegen, Kunststoff hätte kolossalen Brennwert. Durch Unwissenheit vergiften sie sich files/Teamworker/Reisen/rumaenien1.jpgselbst und ihre Umwelt. Nun hat man eine Erklärung, wieso die „Antiken“ (90+) wegsterben wie die Fliegen...  

 

Holzlieferung der besonderen Art! Kleinmachen ist Sache des Belieferten.

 

 

Wir haben es uns nicht nehmen lassen beim Läuten der Sterbeglocken die schöne Kuppel der orthodoxen Kirche, ursprünglich griechisch katholisch, näher in Augenschein zu nehmen.

Kuppel Freskenmalerei mit Ornamentik.files/Teamworker/Reisen/rumaenien2.jpg

 

Mit freudiger Überraschung erlebten wir auf der Weiterfahrt lauter gute Straßen, was unsern Wagen schonte. Unterwegs fuhren wir an maroden, stillgelegten Industrieanlagen aus der sozialistischen Zeit vorbei, die wie Mahnmale die Landschaft zierten. Nicht zu verwechseln mit der Akropolis!

 

 

 

 

 

 

Industriemahnmale – Dreckschleuder aus sozialistischer Zeitfiles/Teamworker/Reisen/rumaenien3.jpg

Eine unerfreuliche Begleiterscheinung waren die rechts und links der Straße liegenden Tierkadaver (hauptsächlich Hunde). Sie säumten vor allem die Hauptverkehrsstraße nach Kronstadt. Die Tiere werden Opfer des internationalen Fernverkehrs: es gibt ausreichend weggeworfene Essensreste, von denen sich die meist herrenlose Hunde ernähren können.

Bei unseren Freunden im ungarischen Teil Siebenbürgens angekommen tauchten wir in eine Welt der Traditionen ein, die die Farbenpracht und den Musterreichtum der ungarischen Folklore aufleben lässt.

 

 

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Da das moderne Leben mit Windeseile um sich greift, sind die Traditionsbewahrer in der Minderzahl. Der Posten ist noch nicht verloren, denn hie und da werden Rückbesinnungen entfacht. Einige wenige Geschichtsbewußte haben zum Glück für uns alle noch etwas der „Amerikanisierung“ entgegenzusetzen! Indem sie sammeln und bewahren!

 

Artaperma - Reise nach Rumänien

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