die wunderbare Zwiebel in der Küche und als Heilkraut
Kaum eine Pflanze hat so viel heilende Wirkung wie die Zwiebel.
Wir benutzen sie fast täglich in der Küche und wissen dabei nicht, wo sie überall hilft.
Das Geheimnis der Zwiebel
Ist die Zwiebel als Heilkraut schon vergessen?
Man kann manches Heilende aus der Natur in Frage stellen – und doch waren Naturheilmittel Tausende Jahre den Menschen hilfreich. Sie wären es auch heute noch, wenn das alte Wissen den Menschen bekannter wäre und auch mehr gepflegt würde.
Die Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Bolle, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch.
Jeder kennt die Zwiebel aus der Küche und doch birgt sie viele Geheimnisse die den wenigsten bekannt sind.
Zwiebeln enthalten typische Inhaltsstoffe. Beispielsweise ist ein Bestandteil, der geschmackstypische Zucker Rhamnose, der nach dem Zwiebelverzehr verstärkten Geruch des Flatus dominiert.
Ein weiterer Bestandteil der Zwiebel ist die in der Zellwand enthaltene schwefelhaltige Aminosäure Isoalliin, die bereits bei der Zubereitung zersetzt wird.
Die Küchenzwiebel stammt aus den Steppengebieten des west- und mittelasiatischen Raumes, wahrscheinlich aus dem Gebiet des heutigen Afghanistan. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit überhaupt und wird schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert.
Bei den alten Ägyptern wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe gereicht, sie waren eine Art Zahlungsmittel für die beim Pyramidenbau eingesetzten Arbeiter und wurden den Toten als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits beigelegt. Davon zeugen die im Grab des Tutanchamun gefundenen Zwiebelreste. Eine über 4000 Jahre alte sumerische Keilschrift enthält Angaben zu Gurken- und Zwiebelfeldern, und im Codex Hammurapi wurden Brot- und Zwiebelzuteilungen für die Armen festgelegt.
Die Zwiebel als Grundnahrungsmittel
Bei den Römern zählten Zwiebeln zu den Grundnahrungsmitteln vor allem der weniger Begüterten, und römische Legionäre waren es auch, die die „cepula“ (woraus, über mittelhochdeutsch „zwibolle“, letztlich das deutsche Wort „Zwiebel“ wurde) in Mitteleuropa verbreiteten. Hier wurden sie zu einer der am meisten verbreiteten Gemüsearten, durften auf keiner Tafel damaliger Zeit fehlen und dienten im Mittelalter auch als Amulett gegen die Pest. Etwa ab dem 15. Jahrhundert begann man in Holland, vielfältige, in Form, Farbe und Geschmack unterschiedliche Sorten gezielt zu züchten.
Die Zwiebel in der Küche
Keiner kommt ohne der Zwiebel in der Küche aus – nicht nur, dass sie gesund ist, gibt sie auch der Nahrung den besonderen Geschmack
- zum Beispiel der Zwiebelrostbraten »Rezepte für die Küche»
die Zwiebel als Heilkraut für unsere Gesundheit
Die Zwiebel schützt die Zellwände und das Cholesterin vor Freien Radikalen.
- Zwiebeln haben durch ihre Inhaltsstoffe Allicin und Ajoen eine ähnliche Wirkung wie Acetylsalycilsäure, das heute von vielen Menschen Vorbeugung gegen Thrombosen und Herzinfarkt eingenommen wird.
- Altersflecken sollen auf Grund eines Zinkmangels entstehen (so behaupten Wissenschaftler aus England) – durch Verzehr von (zinkhaltigen) Zwiebel sollen diese verschwinden.
- Die Zwiebel hilft zum Beispiel auch bei Ohrenschmerzen (Zwiebelkompressen ) oder der Zwiebelsirup bei Husten.
(Diese Wirkungen beruhen auf schwefelhaltigen Inhaltsstoffen, die Bakterien auf eine sanfte Art und Weise bekämpfen)
Dann gibt es aber noch eine Besonderheit, nämlich das Zwiebelhäutchen, das zwischen den Zwiebelringen sitzt und das man vorsichtig abheben kann.
Dieses Zwiebelhäutchen auf schlecht heilende Wunden mit einem Pflaster gehalten, wirkt Wunder! Ein Bekannter erzählte mir dass er sein Nagelbettgeschwür damit in ein paar Tagen weggebracht hat – alle anderen medizinischen Aktionen haben nichts gebracht – ihm wurde im Gegenteil gesagt, dass sie ihm wahrscheinlich den Finger abnehmen müssen.
Nun – das sind eben die Wunder der Natur, die man schon längst vergessen hat.
aegeus
Quelle. www.wikipedia.de
Kommentare zur Zwiebel
Kommentar von Albert Johann Thiess |
Hier auch ein uraltes Rezept gegen Schürfwunden und Brandwunden, ohne Infekt:
das Häutchen vom Zwiebel wird zuerst auf die Wunde gelegt und mit dem Häutchen vom rohen Ei (unter der Schale) abgedeckt. Drüber ein Verband oder Pflaster, das man so eine Woche drauflässt. Die Haut heilt ohne Narbenbildung zu.